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Aktuelle NEWS aus Deutschland !

Logistiker schaffen Hunderte Stellen im Ruhrgebiet !

Ruhrgebiet. Das Ruhrgebiet zieht Logistikkonzerne an: Arvato Bertelsmann baut in Dorsten/Marl, DHL auf dem Opel-Gelände in Bochum.
Und der Sportausrüster Decathlon hat Pläne in Dortmund.

Die zentrale Lage des Ruhrgebiets zieht immer mehr neue Logistik-Unternehmen an.
Mit rund 100.000 Arbeitsplätzen gehört die Branche in der Region schon jetzt zu den Wachstumsmotoren.
Kurzfristig kommen nun große Namen und etliche Hundert zusätzliche Stellen dazu.

Arvato heißt die international tätige Dienstleistungstochter des Gütersloher Medienkonzerns Bertelsmann.
Sie beschäftigt weltweit rund 70.000 Menschen.
Für rund 30 Millionen Euro will Arvato nun den ersten Abschnitt eines hochmodernen Logistikzentrums im interkommunalen Industriepark Dorsten/Marl bauen.
Nach Informationen dieser Zeitung sollen auf der zwölf Hektar großen Fläche, die dem Essener Stromkonzern Steag gehört, zunächst bis zu 300 Arbeitsplätze entstehen.
In der Endausbaustufe könnten es bis zu 1000 werden, heißt es.

Arvato will mit DHL und DPD kooperieren
Im nördlichen Ruhrgebiet will Arvato Konsumgüter und Hightech-Produkte ihrer Geschäftskunden einlagern und konfektionieren.
Die Auslieferung über Nacht – zum Teil auch an Endkunden – sollen Dienstleister wie DHL und DPD übernehmen, die Paketzentren ganz in der Nähe betreiben.
„Wir sind keine Spedition“, sagt Unternehmenssprecher Gernot Wolf.

Arvato hatte sich Standorte in ganz Deutschland angeschaut, sich am Ende aber für das Ruhrgebiet entschieden.
Frank Schirrmeister, Geschäftsführer der Arvato SCM Solutions, lobt die „hervorragenden Verkehrsanbindungen und eine ausgezeichnete Infrastruktur“ in Dorsten/Marl.
Zudem erleichtere das Netz von Hochschulen, Forschungs- und Technologieeinrichtungen im Revier die Rekrutierung von Fach- und Führungskräften.

Begleitung durch die Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr
Bei der Suche nach einem Standort hat die Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr (WMR) Arvato ein Jahr lang begleitet.
„Das Ruhrgebiet konnte sich bei der Ansiedlung von Arvato gegen Konkurrenz in ganz Deutschland durchsetzen“, sagt WMR-Geschäftsführer Rasmus C. Beck.
„Wir sind in der Lage, kurzfristig die Flächen anzubieten, die Unternehmen benötigen und sie mit unseren kommunalen Partnern zu entwickeln.“
Baubeginn soll bereits Ende März sein.

Auf dem Gelände des Ende 2014 geschlossenen Bochumer Opel-Werks will die Post ein Paketzentrum mit rund 600 Arbeitsplätzen bauen.
Das gaben Deutsche Post DHL und Entwicklungsgesellschaft Bochum Perspektive 2022 am Freitag bekannt.
Der Vertrag sei unterzeichnet, erklärten sie.
NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) sprach von einer guten Nachricht für die Stadt.
Das Paketzentrum und das zentrale Opel-Ersatzteillager auf dem Gelände würden weitere Ansiedlungen nach sich ziehen.
„Das ist erst der Anfang“, so Duin.

Paketzentrum auf dem Opel-Gelände in Bochum
Der Bau des Paketzentrums soll nach der Sanierung und Aufbereitung des Geländes im Sommer 2017 beginnen.
Es soll 2019 in Betrieb gehen.
Die Post übernimmt mit 140 000 Quadratmetern etwa ein Drittel der industriell und gewerblich nutzbaren Fläche am ehemaligen Opelwerk.
„Der neue Standort in Bochum ist ein idealer Zugang für unser Paketnetzwerk zu einem der größten Ballungsräume in Europa“, sagte Post-Manager Uwe Brinks.

In Dortmund plant der französische Sportartikel-Hersteller Decathlon ein großes Auslieferungslager mit mehreren Hundert Arbeitsplätzen.
Im Visier hat das expandierende Unternehmen mit Ruhrgebiets-Filialen in Dortmund, Herne, Essen und Hagen das Areal der Warmbreitbandstraße der ehemaligen Westfalenhütte.
„Wir verhandeln noch.
Es gibt noch keinen unterschriebenen Vertrag“, sagt Expansionsleiter Ludger Niemann.

Decathlon ist von der Lage im östlichen Ruhrgebiet überzeugt: „Die Region Dortmund ist für uns sehr wichtig.
Über das Kamener Kreuz erreichen wir schnell die Großräume Hamburg und Berlin“, so Niemann.
Das 20.000 bis 30.000 m2 große Lager soll ein Projektentwickler bauen, der Sportartikel-Hersteller will nach eigenen Angaben einen langfristigen Mietvertrag mit ihm schließen.
Nach derzeitigen Planungen könnte das Zentrum bereits im ersten Halbjahr 2017 an den Start gehen.



 
Nach Skandal-Vorwürfen Mathies holt SEK-Beamte zurück !

Köln -Der neue Polizeipräsident Jürgen Mathies (55) macht Nägel mit Köpfen: Er ordnete an, dass sechs in den Innendienst versetzte SEK-Beamte wieder bei dem Spezial-Kommando mitmischen dürfen, wie eine Polizeisprecherin berichtete.

Mit der Entscheidung korrigierte Mathies seinen Vorgänger Wolfgang Albers (60).
Dieser hatte nach Mobbing-Vorwürfen und anderen Affären die Einheit aufgelöst.
Ein Ex-SEK-Mann hatte unter anderem über bizarre Rituale beim Kommando 3 ausgesagt.

Disziplinarverfahren laufen noch
Nach mehreren Skandalen in seiner Amtszeit hatte Albers dann nach den Sex-Mob-Attacken an Silvester sein Büro räumen müssen.
Sein Nachfolger Mathies teilte den Polizisten nun schriftlich mit, dass sie wieder bei der Truppe sind.

Noch laufen allerdings Disziplinarverfahren gegen mehrere Beamte.
Deren Rechtsanwälte fordern nun, diese Vorgänge einzustellen, sie sprechen von Vorverurteilungen.

Die Staatsanwaltschaft hatte bereits festgestellt, dass sie keine Straftaten begangen haben.


 
Wildwest in Kamp-Lintfort: Maskierte Räuber überfallen Pferdekutsche !

Kamp-Lintfort -Wildwest in Kamp-Lintfort: Mit Schals maskierte Räuber haben am Sonntag eine Pferdekutsche überfallen und einen Geldbetrag in unbekannter Höhe erbeutet.

Die Männer hätten das Gespann gestoppt und einem der Pferde ein Messer an den Hals gehalten, berichtete die Kreispolizei in Wesel.

Dabei hätten sie Geld gefordert.
Aus Sorge um das Tier habe der 50-jährige Kutscher den Männern daraufhin sein Bargeld ausgehändigt.

Die beiden Männer konnten mit Fahrrädern unerkannt flüchten.

Täterbeschreibung:

1. Person: männlich; ca. 175 cm groß; ca. 25 Jahre alt; bekleidet mit blau-grüner Jacke, dunkler Jeans, trug eine Pudelmütze und einen schwarzen Schal, mit dem das Gesicht verdeckt wurde; führte ein schwarz-weißes Mountain-Bike mit sich.

2. Person: männlich; ca. 165 cm groß; ca. 18 Jahre alt; bekleidet mit dunkler Jacke, blauer Jeans, schwarzen Lackschuhe; trug eine glatte schwarze Mütze; das Gesicht wurde durch einen Schal verdeckt; führte ein dunkles Fahrrad bei sich, hinten ohne Schutzblech.


 
100-Kilo-Mann: Dieser Drogenschmuggler liebt Schokolade !

Düsseldorf -Francis D. (43, Name geändert) ist ein Riese.
Und er liebt Schokolade.

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Der zwei Meter große 100-Kilo-Mann leidet im Knast unter einem Haftkoller, dreht ständig durch.
Aber wenn man ihm Schokolade gibt, wird er gleich wieder ruhig.

Deshalb haben die Wachtmeister im Knast immer etwas Süßes parat.
Jetzt musste Francis D. vor Gericht.
War dort sanft wie ein Lamm.
Mit Medikamenten ruhig gestellt.

Dennoch misstraute man dem Frieden und schickte acht (!) fast ebenso große und bullige Spezialkräfte, die den Bauarbeiter aus Curacao in Handschellen vorführten.

„Mir fehlen die Proteine”
Wie er sich in Haft fühlen würde, fragte der Richter.
Ein verlegenes Lächeln: „Mir fehlen halt die Proteine.“
Und im Hausgefängnis wünschte sich der Koloss prompt: „Kann ich ein Steak haben?“

Mit magerer Gefängniskost muss er sich seit knapp vier Wochen abfinden, weil er am Flughafen als Drogenschmuggler - als sogenannter Body-Packer - geschnappt wurde.

„Zuhause ist alles so teuer“, sagte Francis D. vor Gericht.
Deshalb habe er über ein Kilo Koks, abgepackt in kleinen Beuteln, geschluckt.
Sein Auftrag: Die Drogen über Deutschland nach Amsterdam zu bringen.

Riese leidet unter latenter Psychose
Dafür winkten 5000 Euro Belohnung.
Damit hätte er seine Schulden abzahlen können.
Doch stattdessen klickten in Düsseldorf die Handschellen.
Deswegen sitzt er nun also hier im Gefängnis - und vor Gericht.

Eigentlich müsste Francis D. wegen einer latenten Psychose Medikamente nehmen.
Aber die machten ihn angeblich immer müde und sorgten dafür, dass er in in Curacao schon einen Autounfall baute.

Er setzte die Pillen ab.
Wird seitdem aber des öfteren aggressiv, schlägt wild um sich.
Wie häufig auch im Knast.
Gut, dass es den Trick mit der Schokolade gibt.

Der Prozess gegen den Riesen geht weiter.


 
Bundesagentur: Arbeitsmarkt-Integration von Flüchtlingen dauert Jahre !

Berlin - Die Bundesagentur für Arbeitgeht davon aus, dass die Eingliederung von Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt ein langwieriger Prozess sein wird.
Wir sollten nicht zu hohe Erwartungen haben, sagte das neue BA-Vorstandsmitglied Detlef Scheele der Süddeutschen Zeitung.

Wenn es gut läuft, werden im ersten Jahr nach der Einreise vielleicht zehn Prozent eine Arbeit haben, nach fünf Jahren ist es die Hälfte, nach 15 Jahren 70 Prozent.
Die Bundesagentur kalkuliert 2016 mit 350 000 Flüchtlingen, die auf die staatliche Grundsicherung angewiesen sein werden.


 
Nach Verkehrskontrolle direkt in den Knast !

Wenn das kein Glückstreffer für die Polizei war: Nach einer Verkehrskontrolle musste ein Mann in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) direkt den Weg ins Gefängnis antreten - aus mehreren Gründen.

Entscheidend war für die Polizei nicht, dass der 35-Jährige Drogen dabei hatte, unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand und keinen Führerschein besaß.
Vielmehr stellten die Beamten aus Halberstadt bei der Überprüfung der Personalien fest, dass gegen den Mann ein Haftbefehl vorlag.

Deshalb brachte die Polizei den Mann nach der Kontrolle direkt in eine Justizvollzugsanstalt.
Dort soll er nun seine zwölfmonatige Haftstrafe für eine vorangegangene Straftat verbüßen.


 
Vorstände und Spitzenpolitiker beraten über Luftqualität !

Führende Vertreter des Bundes, der deutschen Automobilindustrie und mehrerer deutscher Städte kommen heute im Hamburger Rathaus zusammen, um über die Luftqualität in Städten zu beraten.
Bei dem Gespräch, das auf Einladung des Hamburger Bürgermeisters Olaf Scholz (SPD) zustande kam, handelt es sich um einen Meinungsaustausch.

Beschlüsse oder weiterführende Initiativen sind zunächst nicht zu erwarten.
An der Runde nehmen teil Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), der Berliner Bürgermeister Michael Müller (SPD), mehrere Oberbürgermeister deutscher Städte und Vorstände deutscher Autohersteller, an der Spitze VW-Chef Matthias Müller.


 
Selbstmord? Mörder der Küsterin aus Braunlage an Gift gestorben !

Braunschweig - Für den Mord an seiner Ehefrau wurde der Mann 2013 zu lebenslanger Haft verurteilt.
Am Wochenende starb der 56-Jährige an giftigen Stoffen.
Ein erneuter Prozess sollte klären, ob eine besondere Schwere der Schuld vorliegt.

Der verurteilte Mörder einer Küsterin aus dem niedersächsischen Braunlage, der seit Januar erneut vor Gericht stand, ist tot.
Der Mann hatte am vergangenen Mittwoch im Gefängnis giftige Stoffe zu sich genommen.

Das Gift verätzte seine Speiseröhre und den Magen, außerdem bekam er eine Lungenentzündung.
Am Samstag starb er auf der Intensivstation des Krankenhauses in Wolfenbüttel, wie das Landgericht Braunschweig mitteilte.
Es sei davon auszugehen, dass er sich die bislang unbekannten Mittel selbst zugeführt habe, erklärte sein Verteidiger.

Die genaue Todesursache werde nun ermittelt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Braunschweig.
Von einem Suizid wollte sie nicht sprechen, "In diese Richtung gehen aber die Vermutungen".

Seine Frau wollte sich scheiden lassen
Der 56-Jährige war 2013 vom Landgericht Braunschweig wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er seine Ehefrau - und Mutter seiner zehn Kinder - 2012 nach einem Gottesdienst erschossen hatte.
Die 48-jährige Küsterin wollte sich scheiden lassen.

In dem erneuten Prozess gegen den Mann wollte das Gericht darüber verhandeln, ob bei dem Fall eine besondere Schwere der Schuld vorliegt.
Wäre die festgestellt worden, wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren nahezu unmöglich gewesen.
In dem ersten Urteil hatte das Gericht keine besondere Schwere der Schuld festgestellt.
Die Staatsanwaltschaft beantragte daraufhin Revision.

Vater zwang Kinder Leiche der Mutter zu verstecken
Der Angeklagte saß während der Verhandlung im Rollstuhl.
Schon in der Haft sei er mehrfach kollabiert und habe eine Zeit lang im Koma gelegen, sagte sein Verteidiger.
Wegen des schlechten Gesundheitszustandes des Angeklagten war der Prozess in den vergangenen Wochen immer wieder unterbrochen worden.

Die Tat des Frührentners hatte besondere Aufmerksamkeit erregt, auch weil der Mann seine Kinder für die Tat instrumentalisiert hatte: Seine zwölfjährige Tochter bat er, der Mutter als Zucker getarnte Medikamente in den Tee zu schütten, um seine Frau zu schwächen.
Nachdem er die Küsterin erschossen hatte, mussten die Zwölfjährige und sein 20 Jahre alter Sohn ihm helfen, die Leiche im Keller der Kirche zu verstecken und das Blut aufzuwischen.
Anschließend beschuldigte der Vater den Sohn, auf die Muter geschossen zu haben.
Das Gericht sah es allerdings als erwiesen an, dass der Vater die Tat beging.


 
Polizei findet Brandsatz an ICE-Strecke Berlin-Hannover !

Dallgow-Döberitz - Die Bundespolizei hat an der ICE-Strecke Berlin-Hannover einen Brandsatz entdeckt.
Der nicht gezündete Selbstbausatz lag in einem Kabelschacht etwa 30 Kilometer westlich von der Hauptstadt.

Die Behörden waren durch eine Selbstbezichtigung auf einer Webseite, die dem linksextremen Spektrum zugeordnet wird, auf den versuchten Anschlag aufmerksam geworden.
Spezialisten von Bundespolizei und Brandenburger Landeskriminalamt untersuchten den Tatort.
Der Bahnverkehr auf der ICE-Strecke zwischen Berlin und Hannover wurde unterbrochen, die Züge wurden umgeleitet.


 
Mord an Trierer Schülerin: Nachbar zu lebenslanger Haft verurteilt !

Für den Mord an einer Schülerin aus Trier ist ein 25-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Das Landgericht Trier verurteilte ihn wegen Mordes in Tateinheit mit versuchter Vergewaltigung.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Maler und Lackierer die 16-Jährige im März 2015 erstochen und ihre Leiche an einem Bahndamm verbrannt hat.

Verteidigung forderte maximal sechs Jahre Haft
Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft.
Der Mann, der in der Nachbarschaft des Mädchens wohnte, gab zu, sie auf dem Weg zum Bahnhof mit vier Messerstichen getötet zu haben.

Die Verteidigung hatte eine Verurteilung wegen Körperverletzung mit Todesfolge und maximal sechs Jahre Gefängnis gefordert.


 
Täter verhöhnt „Richter Extrascharf“ - das hat sich gerächt !

Bochum. Ein Straftäter hat nach einer Bewährungsstrafe bei WhatsApp über seinen Richter gelästert.
Nun stand er erneut vor diesem Richter.
Es gab eine Haftstrafe.

Seinen Spott auf einen Richter dürfte ein 49-jähriger Bochumer bitter bereut haben.
Der Straftäter hatte sich beim Kommunikationsdienst „WhatsApp“ im Internet darüber lustig gemacht, dass er von dem Richter doch sehr milde betraft worden sei.
„Richter Extrascharf“, höhnte er ironisch gegenüber seinen jungen Freunden.
Am Montag stand der Mann aus Hamme aber erneut vor Gericht, sogar vor demselben Richter.
„Tja“, meinte Dr. Axel Deutscher direkt nach der Verkündung des Strafmaßes.
Es gab drei Jahre und zwei Monate Haft.

Im Juni 2015 war der Angestellte im öffentlichen Dienst wegen Drogengeschichten zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.
Danach lästerte er bei WhatsApp, dass „Richter Extrascharf“ zwar „viel gemeckert“ habe („Einen Ton hatte der!“), aber pro Meckerei habe er wohl zwei Wochen Haftstrafe weniger bekommen.

Nur drei Tage nach dieser Verurteilung wurde der 49-Jährige rückfällig und wieder mit Drogen erwischt.
Danach wurde auch sein Handy durchsucht. Hinzu kam, dass er zu Hause auf seinem PC auch fast 400.000 Dateien mit kinder- und jugendpornografischen Bildern und Videos gespeichert hatte.
Wegen beider Straftaten bekam er nun Haftstrafen in Höhe von zwei Jahren sowie einem Jahr und zwei Monaten.

Prozess nur „für einen Witz gehalten“
„Sie müssen sich für unantastbar halten“, sagte der Richter zum Angeklagten, der Vater mehrerer Kinder ist.
Nach seiner ersten Verurteilung habe er wohl „alles nicht ernst genommen“.
„Die Whats-App-Nachrichten zeigen eindeutig, dass Sie die Verhandlung für einen Witz gehalten haben.“
Und zum Begriff „Richter Extrascharf“ meinte Dr. Deutscher: „Ich sehe das als Kompliment an.“

Der Angeklagte konsumiert bis heute selbst Drogen.
Hinzu kommt, dass sein Freundeskreis auffallend jung ist.
„Er beschränkt sich auf um die 20-Jährigen.“
Der Richter warf ihm eine „Post-Pubertät“ vor und mahnte: „Werden Sie erwachsen!
Wenn Sie nicht erwachsen werden, wird man Ihnen das Erwachsenwerden in der Krümmede beibringen“.

Trotzdem: Das Gericht ermöglicht dem Täter, mindestens einen Teil der Haftstrafe durch eine Therapie auszugleichen.
Die müsste aber sehr intensiv sein.
Dazu muss sich der Angeklagte aber selbst kümmern.

Die Masse an Kinder-und Jugendpornografie war bei ihm übrigens nur durch Zufall entdeckt worden.
Die Polizei hatte in seiner Wohnung Drogen gesucht – und die verbrecherischen Bilder dann auf seinem PC entdeckt.


 
Flüchtende Einbrecher verunglücken auf der A57 - zwei Tote !

Krefeld/Kamp-Lintfort. Auf der A57 in Kamp-Lintfort sind zwei Menschen getötet und einer schwerst verletzt worden.
Offenbar verunglückten hier Einbrecher auf der Flucht.

Bei einem Unfall auf der A57 in Kamp-Lintfort sind in der Nacht zu Montag zwei Menschen gestorben, ein dritter wurde schwerst verletzt.
Bei den Unfallopfern, die gegen halb vier kurz vor der Ausfahrt Asdonkshof verunglückten, handelt es sich nach ersten Ermittlungen der Polizei sehr wahrscheinlich um Kriminelle, die nach einem Einbruch in einem Krefelder Telekom-Laden geflüchtet waren.

Denn bei dem Unfall fand die Polizei am Unfallort mehrere fabrikneue Smartphones, die offenbar aus einem Einbruch in Krefeld-Uerdingen stammen, der gegen 3.16 Uhr entdeckt worden war.
Die Täter waren laut Polizei in einem grauen Kombi vom Tatort an der Niederstraße geflüchtet.

Der Fluchtwagen und die Kennzeichen waren als gestohlen gemeldet
Auch bei dem Fahrzeug, das eine knappe Viertelstunde später auf der A57 in Richtung Niederlande verunglückte, handelt es sich um einen grauen Kombi.
Für die Polizei liegt deshalb der Verdacht nahe, dass es sich bei den Unfallopfern um die Täter aus Uerdingen handelt.
Von der Polizei seien die Einbrecher jedoch nicht verfolgt worden.

Ursache des Unfalls, bei dem zwei der Männer starben, war vermutlich überhöhte Geschwindigkeit.
Kurz vor der Ausfahrt Asdonkshof war der Wagen ohne Fremdeinwirkung nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, hatte einen Baum und mehrere Leitplanken touchiert und war schließlich neben einem etwa drei Meter tiefer liegenden Regenauffangbecken zum Stehen gekommen.
So schildern die Ermittler der Krefelder Polizei den Hergang des Unfalls.

Dabei wurden alle drei Insassen aus dem Fahrzeug geschleudert.
Einer der Verletzten starb noch an der Unfallstelle, ein weiterer nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus.
Die dritte Person verbleibt mit schweren Verletzungen stationär im Krankenhaus.

In und an dem Wagen fand die Polizei schließlich Einbruchswerkzeuge und diverse Mobiltelefone.
Die Überprüfung des Unfallwagens ergab zudem, dass sowohl das Fahrzeug als auch die Kennzeichen als gestohlen gemeldet waren.


 
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