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Aktuelle NEWS aus Deutschland !

SUV-Unfall in Brandenburg: Auto fährt in Familie - zwei Tote, zwei Verletzte !

In Brandenburg ist ein Autofahrer in eine Gruppe von Fußgängern gefahren.
Dabei wurde eine Frau tödlich verletzt.
Auch der Unfallverursacher ist nun in Folge seiner Verletzungen gestorben.


Eine Fußgängerin ist im brandenburgischen Schildow von einem SUV erfasst und getötet worden.
Wie das Lagezentrum der Polizei in Potsdam mitteilte, war die Frau in der Ortschaft nördlich von Berlin mit einem Kleinkind im Kinderwagen und einem Mann unterwegs.
Auch der Fahrer des Autos erlag nach Angaben des Lagezentrums am Sonntagabend seinen Verletzungen.

Gegen 16.10 Uhr sei der Mann mit seinem Wagen von der Straße abgekommen und über die Bordsteinkante auf den Gehweg geraten.
Dabei habe er die Fußgänger erfasst.
Die Frau ist unter dem SUV eingeklemmt worden, berichtete die "Märkische Allgemeine".
Das Kind und dessen Vater seien verletzt worden.
Der Mann habe eine Beinfraktur erlitten, das zweijährige Kind sei leicht am Kopf verletzt worden.
Dem Bericht zufolge wurden beide mit einem Hubschrauber in das nahegelegene Krankenhaus in Berlin-Buch geflogen.

Fahrer im Wagen eingeklemmt
Der Fahrer des Unfallwagens sei verletzt worden, als er in seinem Fahrzeug eingeklemmt wurde.
Er sei gegen einen Baum geprallt, nachdem er die Familie erfasst hatte.
Mithilfe von Rettungsgeräten hätten die Einsatzkräfte ihn aus dem Wagen befreit und ins Krankenhaus gebracht.
Dort erlag er wenig später seinen Verletzungen, wie eine Sprecherin des Lagezentrums Brandenburg am Abend sagte.

Bei den Fußgängern handelt es sich dem Bericht zufolge um einen Mann, der mit seinem Kind und seiner Mutter unterwegs gewesen war.
Die 60-jährige Frau sei trotz aller Bemühungen noch am Unfallort verstorben.

30.000 Euro Sachschaden
Warum es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar.
Die Landesstraße L21 war dem Bericht zufolge für die Unfallaufnahme und die Bergungsmaßnahmen weiträumig gesperrt.
Die Kriminalpolizei ermittle bereits zur Unfallursache und zur Identität des Fahrers.
Notfallseelsorger seien vor Ort.
Es sei ein Sachschaden von etwa 30.000 Euro entstanden.

Der Unfall erinnert an das Unglück im hessischen Witzenhausen, bei dem am Freitag ein Autofahrer in eine Gruppe von Grundschülern gefahren war.
Ein achtjähriges Mädchen kam ums Leben, zwei Kinder wurden schwer verletzt.


 
"Zombiewalk" zu Halloween in Essen !

An Halloween zogen in Essen wieder Menschen verkleidet durch die Straßen.
Innenminister Reul hatte zuvor NRW-weit alle Halloween-Fans aufgerufen, friedlich zu bleiben.

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Essen - Viel Kunstblut und Gesichter zum Gruseln: Nach einem Jahr Corona-Pause sind in diesem Jahr zu Halloween in Essen wieder mehrere Hundert verkleidete Menschen zum "Zombiewalk" durch die Stadt gezogen.
Die 2020 wegen der Pandemie abgesetzte Veranstaltung sei in diesem Jahr als Halloween-Parade für Jedermann geplant, hatte die Stadt mitgeteilt.
Rund 500 Teilnehmer zogen etwa eine halbe Stunde durch die Innenstadt, wie ein Polizeisprecher sagte.
Die Parade nach Einbruch der Dunkelheit sei vor allem von Eltern und ihren Kindern besucht worden und friedlich verlaufen.

Mit Blick auf Halloween-Feiern in ganz Nordrhein-Westfalen hatte Innenminister Herbert Reul am Vortag an alle Feiernden appelliert, friedlich zu bleiben.
"Ich habe großes Verständnis dafür, dass die Leute nach dieser langen Durststrecke einfach mal raus, feiern und sich verkleiden wollen", sagte der CDU-Politiker.
"Manch einer legt das Motto "Süßes, sonst gibt’s Saures" aber völlig falsch aus: Würfe mit Gegenständen oder Gewalt gehen deutlich zu weit".

In oft gruseligen Kostümen und schaurig geschminkt ziehen viele Kinder und Jugendliche am 31. Oktober gerne von Tür zu Tür und fordern mit dem Spruch "Süßes oder Saures" Naschereien von den Nachbarn.
Gibt es nichts "Süßes", bringen einige von ihnen dies mit einem Streich - dem "Sauren" - zum Ausdruck.
"Eltern sollten sich zudem bewusst sein, dass sie bei missglückten Streichen ihrer Kinder haftbar gemacht werden können", teilte die Gelsenkirchener Polizei daher mit.
Die NRW-Polizei sei auf die Halloween-Nacht in NRW vorbereitet, erklärte Reul.

Einige der Behörden appellierten dazu ausdrücklich, auf unangemessene Streiche zu verzichten.
Schnell könne aus einer als Scherz gemeinten Aktion - zum Beispiel rohe Eier oder Rasierschaum an der Hauswand - eine Sachbeschädigung werden, die strafrechtlich verfolgt wird, erklärte zum Beispiel die Polizei in Unna.
"Zu Halloween ist es also besser, seine Energie und Kreativität in Kostüme oder Dekoration zu stecken und nicht in sinnlose Streiche!"

Auch die roten Overalls aus der beliebten Netflix-Serie "The Squid Game" würden wohl an Halloween auf den Straßen zu sehen sein, sagte der Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, Erich Rettinghaus.
"Ich sehe da schon Konfliktpotenzial", sagte er.
"Wir mahnen, dass man unterscheiden muss zwischen Spiel und Realität, wenn man diese Spiele nachspielen will".
Der Polizeisprecher aus Essen sagte, er habe beim "Zombie-Walk" keinen Overall dieser Art gesehen.

In der Netflix-Serie tragen Teilnehmer in einem tödlichen Spiel dunkelgrüne Trainingsanzüge mit Nummern drauf, außerdem gibt es Wächter in roten Overalls mit schwarzen Masken.
Die Teilnehmer kämpfen in mehreren Runden ums Überleben.
Zuvor berichtete die "Rheinische Post" über die Positionen der Gewerkschaften zu den "Squid Game"-Kostümen.


 
Bayern: Als Einhorn verkleidete Männer angegriffen !

Ansbach - Drei als Einhörner verkleidete Männer sind in Ansbach geschlagen und leicht verletzt worden.
Der Hintergrund der Tat sei nicht bekannt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagabend.

Die drei Männer im Alter von 19 bis 21 Jahren seien am frühen Morgen betrunken in der Stadt unterwegs gewesen und aus einer Gruppe von ungefähr acht Personen heraus angegriffen worden.
Man suche nun Hinweise zu den Tätern.


 
Bewusstloser an Bushaltestelle: Opfer von Raubüberfall ?

Saarbrücken - An einer Bushaltestelle in Saarbrücken-Herrensohr ist ein Mann bewusstlos gefunden worden.
Möglicherweise sei er Opfer eines Raubüberfalls, teilte die Polizei am Sonntagabend mit.

Der 40-Jährige habe eine Platzwunde am Kopf gehabt.
Als Polizisten eintrafen, wurde er bereits in einem Krankenwagen erstversorgt, wie es hieß.
Ersten Ermittlungen zufolge hatten jugendliche Passanten den Mann halb auf der Straße liegend gefunden und den Krankenwagen gerufen.

Der Mann konnte lediglich angeben, dass sein Portemonnaie und sein Handy nicht mehr da seien, wie es hieß.
"An die genauen Umstände des Ereignisses konnte er sich nicht erinnern", so die Polizei.

Die jugendlichen Zeugen hätten noch angegeben, dass bei ihrem Erscheinen etwa sechs bis sieben Jugendliche in verschiedene Richtungen weggelaufen seien.
Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Sulzbach zu melden.


 
Horror-Crash mit 2 Toten: Fahrer (17) schnappte sich Auto heimlich von Mutter !

Mit fünf Jugendlichen im Auto seiner Mutter raste ein 17-Jähriger im brandenburgischen Triglitz (Prignitz) gegen einen Baum.
Er war sofort tot, ein weiterer Junge (15) starb.
Vier Teenager, darunter drei Mädchen (14, 16, 17), wurden schwer verletzt.

Laut Polizei kam es gegen 21 Uhr, zu der Tragödie: Marvin S. verliert die Kontrolle über den Seat Altea XL.
Die Schlüssel hatte er sich heimlich genommen.

Auf gerader Strecke prallt der erst drei Wochen alte Wagen gegen einen Baum.
Marvin S. und zwei Mädchen werden durch die Frontscheibe katapultiert.
Ein weiterer Teenager (18) wird im Wrack eingeklemmt.

Der 17-Jährige, der ohne Führerschein am Steuer saß, fällt mit dem Kopf auf das linke Vorderrad des Autos.
Der zwei Jahre jüngere Florian W. schafft es noch, aus den Trümmern zu kriechen.
Er stirbt nach Eintreffen der ersten Rettungskräfte an seinen schweren Verletzungen.

Eine der Jugendlichen schleppt sich nach dem Horror-Crash noch einen Kilometer nach Triglitz, um Hilfe zu holen.
Ein Anwohner (51) „Sie war völlig durch den Wind, blutete an der Lippe.
Sie sagte, dass sie zwar die Polizei alarmiert habe, aber nicht wisse, wo sie ist.“
Der Mann wählt den Notruf, um den Rettern die ungefähre Lage der Unfallstelle mitzuteilen.

Polizei, Rettungskräfte von Feuerwehren aus drei Ortschaften, Notärzte und ein Rettungshubschrauber kommen zur Unglücksstelle.
Ein schwerverletztes Mädchen wird ins Unfallklinikum nach Marzahn geflogen, drei weitere Überlebende kommen in umliegende Krankenhäuser.

Nach Informationen waren die Jugendlichen auf der Heimfahrt vom Sadenbecker Stausee.
Im Wagen fanden Helfer Bier- und Weinflaschen.

Marvin S. hatte gerade eine Ausbildung zum Gerüstbauer angefangen.
Ob er getrunken hatte, ist Ermittlern zufolge noch unklar.


 
Polizei findet Drogen und Waffen bei Späti-Razzien in Neukölln !

Berlin - In der vergangenen Woche hatten die Linken im Bezirk das Ende der Shisha-Razzien gefordert, weil sie stigmatisierend seien.
Doch Polizei, Finanzamt, Zoll und Ordnungsamt kontrollierten am Wochenende erneut Lokale und Spätis im Bezirk.

Denn wieder stellten die Beamten Drogen, Waffen und illegalen Tabak sicher und diverse Verstöße fest.

Insgesamt sechs Läden überprüften die Ermittler in der Nacht zu Sonntag.

►In zwei Lokalen an der Donaustraße wurden illegale Spielautomaten versiegelt, Verstöße gegen den Datenschutz und die Corona-Verordnung festgestellt.
Ein Gast versuchte, Heroin in der Toilette verschwinden zu lassen, außerdem stellten die Beamten eine Waffe und Schmuggel-Tabak sicher.

►In Läden an der Harzer Straße entdeckten die Fahnder neben Verstößen gegen die Corona-Verordnung auch eine manipulierte Kasse, Cannabis und einen als Taschenlampe getarnten Elektroschocker.

►Ein Lokal an der Schierker Straße verkaufte Lebensmittel und Getränke ohne Genehmigung.

►Ein Spätkauf an der Wildenbruchstraße, der der Großfamilie Remmo zugeordnet wird, verstieß erneut gegen das Kreditwesengesetz und hatte unversteuerten Tabak gelagert.

Der Bezirk hat angekündigt, die Kontrollen fortzusetzen.


 
Rätsel um Zahnprothesen-Klau !

Unbekannte haben aus dem Schlafzimmer eines Mehrfamilienhauses in Bergneustadt eine Zahnprothese gestohlen.
Warum?
Das fragt sich die Polizei auch.


Einen Einbruch mit höchst ungewöhnlicher Beute hat die Polizei im Oberbergischen Kreis am Sonntag gemeldet: Unbekannte hatten bei einem Einbruch eine Zahnprothese mitgehen lassen.

Die Diebe waren durch eine aufgehebelte Balkontür in die Wohnung eingedrungen und hätten das Wohn- und das Schlafzimmer auf der Suche nach Beute durchwühlt, teilte die Polizei mit.
Einen Ehering nahmen sie ebenfalls mit.
Was sie mit der Zahnprothese anfangen wollten, blieb der Polizei ein völliges Rätsel.


 
Unbekannte randalieren in Corona-Testzelt !

Stuttgart - Unbekannte haben in einer Stuttgarter Corona-Teststation randaliert.
Im Inneren des Testzelts hätten die vier Tatverdächtigen am Sonntag zwei Rollcontainer beschädigt, teilte die Polizei mit.

Einer der Container sei offenbar eingetreten worden, am zweiten seien Hebelspuren entdeckt worden.
Ob etwas geklaut wurde, blieb zunächst unklar.

Die Polizei geht von zwei Männern und zwei Frauen als Tätern aus und sucht nach Zeugen.


 
Brand in Pflegeheim: Zwei Menschen in Lebensgefahr !

Berlin - Bei einem Brand in einem Berliner Pflegeheim sind mehrere Menschen verletzt worden - zwei von ihnen lebensgefährlich.
In der Nacht zum Montag sei aus zunächst ungeklärter Ursache in einem Zimmer ein Brand ausgebrochen, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Zwei Bewohner des Zimmers wurden demnach gerettet, erlitten aber schwere Verletzungen und wurden medizinisch versorgt.
Bei ihnen bestand Lebensgefahr, wie der Sprecher sagte.
Zu Alter und Geschlecht machte er zunächst keine Angaben.

Drei weitere Menschen seien leichter verletzt und insgesamt 40 Bewohner der betroffenen Etage in Sicherheit gebracht und medizinisch betreut worden.
Der Brand, der auf das Zimmer begrenzt blieb, wurde gelöscht.
Zur Brandursache ermittelt die Kriminalpolizei.


 
Berliner Polizei im Einsatz gegen Halloween-Randalierer !

Berlin - In Berlin ist die Polizei in der Halloween-Nacht an mehreren Orten gegen randalierende Feiernde vorgegangen.
So gab es in den Bereichen Gesundbrunnen, Neukölln und Märkisches Viertel mehrere entsprechende Einsätze, wie ein Polizeisprecher in der Nacht zu Montag sagte.

Die Randalierenden hätten häufig Böller und Pyrotechnik geworfen, auch mit Eiern sei auf die Beamten gezielt worden.
Es sei zwar eine arbeitsreiche Nacht für die Polizei gewesen, die Ausschreitungen hätten sich jedoch bislang im Rahmen gehalten, sagte der Sprecher.
"Typisch Halloween in Berlin, aber ohne Höhepunkte", lautete seine Zwischenbilanz.


 
Prozess nach Unfall mit vier Toten geht weiter !

Berlin - Der Prozess um einen tödlichen SUV-Unfall, bei dem vier Fußgänger starben, wird am Berliner Landgericht fortgesetzt.
Die Anklage lautet auf fahrlässige Tötung und fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs.
Aus Sicht der Staatsanwaltschaft hätte der 44-jährige Angeklagte wegen einer strukturellen Epilepsie und einer Gehirnoperation nicht am Steuer des schweren Wagens sitzen dürfen.
Der Fall hatte bundesweit für Empörung gesorgt.

Am 6. September 2019 war das Auto über die Gegenfahrbahn hinweg von der Invalidenstraße in der Innenstadt abgekommen.
Der Fahrer soll wegen eines epileptischen Anfalls das Gaspedal durchgedrückt haben.
Der Wagen rammte eine Ampel, überschlug sich mehrfach und tötete die Menschen auf dem Gehweg.
Unter den vier Todesopfern war auch ein dreijähriger Junge.

Der angeklagte Diplom-Kaufmann hatte zu Prozessbeginn in der vorigen Woche sein Bedauern ausgedrückt.
Für ihn habe es allerdings keine Anhaltspunkte gegeben, dass er nochmals einen Anfall erleiden könnte.
Mit einer Hirn-OP, die erst etwa einen Monat vor dem Unfall zurücklag, sei die Ursache für seinen ersten und bis zum tragischen Unfall einzigen epileptischen Anfall, den er im Mai 2019 erlitten habe, restlos beseitigt worden.
Am zweiten Prozesstag will der Angeklagte Fragen des Gerichts beantworten.


 
Spitzel enttarnt: Mitarbeiterin der Justiz soll Attila Hildmann geholfen haben !

Der Verschwörungsideologe Attila Hildmann hatte offenbar einen Spitzel in den Reihen der Berliner Justiz.
Eine IT-Administratorin soll ihn gewarnt haben, dass ein Haftbefehl auf ihn ausgestellt ist.

Bei den Ermittlungen gegen den Verschwörungsideologen Attila Hildmann hat es Medienberichten zufolge in der Berliner Justiz einen Maulwurf gegeben.
Eine ehemalige Mitarbeiterin der Berliner Generalstaatsanwaltschaft steht nach ARD-Recherchen im Verdacht, Informationen an den Beschuldigten Hildmann weitergegeben zu haben.

Nach Informationen des ARD-Politikmagazins "Kontraste" und des NDR-Rechercheformats "STRG_F" handelt es sich um die 32-jährige M. aus Berlin.
Sie soll unter anderem auf Unterlagen zum Ermittlungsverfahren gegen Hildmann zugegriffen haben.
Nach Recherchen von "Spiegel" und "Spiegel TV" arbeitete die Frau mehrere Jahre lang bei der Berliner Generalstaatsanwaltschaft als IT-Administratorin.
Sie soll Hildmann im vergangenen Februar davor gewarnt haben, dass ein Haftbefehl auf ihn ausgestellt ist.

Der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hat den Fall nun bestätigt: Es habe strafrechtliche Konsequenzen für die ehemalige Mitarbeiterin gegeben, so Behrendt gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.
Nach seiner Erinnerung gab es bislang keinen vergleichbaren Fall.
"Nachdem der Haftbefehl an Attila Hildmann mutmaßlich durchgestochen wurde, hat die Generalstaatsanwaltschaft intensiv in den eigenen Reihen ermittelt", so Behrendt.

"Wir müssen leider von einem Maulwurf in den eigenen Reihen ausgehen"
Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Berlin bestätigte den Berichten zufolge auf Anfrage, dass gegen eine ehemalige IT-Mitarbeiterin wegen des Verdachts der Verletzung des Dienstgeheimnisses und der versuchten Strafvereitelung ermittelt werde.
Wie der "Spiegel" berichtet, hat die Berliner Generalstaatsanwaltschaft die Angestellte M. bereits im Mai fristlos entlassen.

"Wir müssen leider von einem Maulwurf in den eigenen Reihen ausgehen", bestätigte Behördensprecher Martin Steltner am Montag der dpa.

Auf die Spur von M. war die Generalstaatsanwaltschaft dadurch gekommen, dass die 32-Jährige mehrfach bei Polizeieinsätzen aufgefallen sein soll.
Dort habe sie sich als Mitarbeiterin der Berliner Justiz zu erkennen gegeben, so Steltner.
Unter anderem habe die Polizei die Frau im Umfeld eines Aktivisten der "Querdenker"-Szene identifiziert.

Unberechtigte Abfragen
Daraufhin habe die Generalstaatsanwaltschaft im Mai überprüft, auf welche Daten die damalige System-Administratorin zugegriffen habe, sagte Sprecher Martin Steltner dem "Spiegel".
"Es ergaben sich unberechtigte Abfragen zu verschiedenen Personen der rechtsextremen und der 'Querdenker'-Szene", so Steltner.
So soll M. unter anderem Justizinterna über den rechtsextremen Videoblogger Nikolai Nerling abgefragt haben, der als "Volkslehrer" bekannt wurde.
Bei einer Wohnungsdurchsuchung bei M. im Juli in Berlin seien Datenträger sichergestellt worden.

Neben der Weitergabe von Informationen soll die Beschuldigte den in Deutschland gesuchten Hildmann in der Türkei besucht haben.
Dies behauptet ein ehemaliger Weggefährte von Hildmann, Kai Enderes, im Interview mit "Kontraste" und "STRG_F".
Die Justizmitarbeiterin M. habe auch den Haftbefehl an Hildmann weitergegeben, erzählte Enderes demnach.

Die Staatsanwaltschaft geht allerdings nicht von einem Zusammenhang zwischen der "Durchstecherei" und Hildmanns Flucht aus.
"Er hat sich bereits Ende Dezember letzten Jahres in die Türkei abgesetzt, die Vorgänge über die wir sprechen, fanden im Februar diesen Jahres statt", so Behördensprecher Steltner.

Datenskandal soll Konsequenzen haben
Die Justiz will den Berichten zufolge nun Konsequenzen in der Generalstaatsanwaltschaft ziehen.
Es soll demnach künftig stärker erfasst werden, wer wann auf welche Dokumente zugreift.
Außerdem prüft die Strafverfolgungsbehörde, wie Daten in sensiblen Ermittlungsverfahren besser vor unberechtigtem Zugriff geschützt werden können, sagte ein Sprecher der Berliner Justizverwaltung auf Anfrage.

Die ehemalige Justizmitarbeiterin M. wollte den Recherchen zufolge zu den Vorwürfen keine Stellung nehmen.
Auch Hildmann wollte sich gegenüber "Kontraste" und "STRG_F" nicht zu den konkreten Vorwürfen äußern.

Gegen den antisemitischen Verschwörungsideologen Hildmann laufen seit vergangenem Jahr Strafverfahren wegen zahlreicher Taten, darunter Volksverhetzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.
Hildmann, der die deutsche und türkische Staatsangehörigkeit hat, soll sich derzeit in der Türkei aufhalten.
Die Türkei liefert türkische Staatsangehörige nicht aus


 
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