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18-jähriger „Turkey Nomad“ getötet !
Würselen: Hinter der Rocker-Schießerei steckt blutige Schlacht um Koks.
Würselen – Die Szene könnte aus einem TV-Krimi über die Mafia stammen.
Ein Mann zieht seine Waffe und feuert.
Sieben Schüsse peitschen durch die Nacht.
Ein Schwerverletzter wird aus einem Haus bewusstlos in einen VW Golf getragen, der Fahrer düst davon, ein Mercedes A-Klasse folgt ihm.
Es ist das Ende einer blutigen Schießerei im Aachener Rockermilieu.
Der Ort der Bluttat: eine ehemalige Kneipe in einer ruhigen Spielstraße in einem Wohngebiet in Würselen bei Aachen, 20 Meter entfernt ein Kindergarten. Nur die Videokamera auf dem Dach passt nicht in die heile Kleinstadtwelt.
Die Opfer: der kurdischstämmige Hassan S. (18), der nach dem Kopfschuss später stirbt.
Und ein 28-Jähriger, der mit Bauchschuss ins Klinikum Aachen eingeliefert wird.
Hassan S. war Mitglied der Turkey Nomads, einer Gruppe der Hells Angels, die von Necati Arabaci (43), dem ehemaligen „Paten von Köln“, aus Izmir in der Türkei über Mittelsmänner geführt wird.
„Es knallte metallisch“
Hausfrau Martha S. (41) wohnt 150 Meter von dem früheren Lokal entfernt.
Sie wird an diesem Abend von den Schüssen aufgeschreckt.
„Es knallte metallisch“ sagt sie.
„Kurz darauf Sirenen.“
Eine andere Nachbarin wurde auch Zeugin des Verbrechens: „Ich hörte die Schüsse.
Dann sah ich, wie ein Mann einen anderen auf die Rückbank seines Golf zerrte.“
„Es ist noch nicht bekannt, wer die Schüsse abgab“, gab Staatsanwalt Jost Schützeberg gestern bekannt.
Bei den Angreifern soll es sich um Mitglieder einer Aachener Ortsgruppe der Hells Angels Frankfurt handeln, die aus dem 37.000-Einwohner-Ort den grenznahen Handel mit Kokain kontrollieren.
Die Aachener Nomads meldeten Ansprüche auf das lukrative Geschäft an.
Bandenkrieg unter Hells-Angels-Brüdern!
Der Tatort: Das Schild „Würseler Stübchen“ hängt noch über der Tür, dabei hat die Kneipe schon vor zwei Jahren dicht gemacht.
Die graue Fassade ist voller Risse, dahinter verbirgt sich ein Umschlagplatz für Kokain.
Die Aachener Hells Angels betreiben dort einen schwungvollen Handel mit der Droge – ganz unauffällig in einem Wohnviertel.
Drogen aus den Niederlanden
Die Rocker tragen keine Kutten mehr, sie benutzen auch keine Motorräder für ihre kriminellen Dienstwege.
Sie kaufen Drogen in den Niederlanden ein, so ein Insider zum unserer Zeitung, und haben dann kurze Wege bis zum Verkauf.
In den letzten Jahren ist massiv Bewegung in die deutsche Rocker-Szene gekommen.
Im Krieg mit den rivalisierenden Bandidos konnten die Hells Angels jedes neue Mitglied gebrauchen, und bevor Rocker zur Gegenseite überliefen, nahmen sie sie auf.
Doch mit den türkischen Nomads haben sich die Angels Rivalen ins eigene Haus geholt.
Zwischen den alten und neuen Hells Angels ist ein Machtkampf um die Vorherrschaft in Deutschland entbrannt.
Er bricht sich jetzt offenbar gewaltsam Bahn.
NRW ist Zentrum der kriminellen Rocker
Die Bluttat von Würselen - der bisherige Höhepunkt in den Auseinandersetzungen der Rocker-Szene in der deutsch-niederländischen Grenzregion.
Vor allem in den Niederlanden halten die Gangs die Polizei in Atem.
In Kerkrade, in Sittard und anderen Teilen der niederländischen Region Südlimburg gab es in den vergangen Wochen gewalttätige Zwischenfälle.
Im Visier hat die Polizei vor allem die Hells Angels und die Bandidos.
Neben den beiden Banden ist auch die niederländische Rockergang Satudarah im Grenzraum aktiv.
In Deutschland ist sie im Februar dieses Jahres verboten worden.
In Aachen versuchen mehrere Gruppierungen Fuß zu fassen, seit die „Bandidos Aachen“ 2012 verboten wurden.
Ihre Betätigungsfelder: vor allem Drogenhandel und Prostitution.
Nordrhein-Westfalen gilt aktuell als eines der Zentren der Straftaten der Rockerbanden.
Das Landeskriminalitätsamt (LKA) hat in den letzten drei Jahren 200 Kontrollen und Razzien durchgeführt.
21000 Personen und 7000 Autos wurden kontrolliert.
Verboten wurden zuletzt auch die Hells Angels in Köln und Düsseldorf.
Welche Rockergruppen dominieren in NRW?
Die Hells Angels sind aktuell mit 13 Chaptern (Gruppen) vertreten, die Bandidos mit 12, Gremium MC mit zehn und Outlaws mit je acht.
Das Tragen der berüchtigten Rocker-Kutten war den Bandidos nach einem Erlass des NRW-Innenministeriums untersagt worden.
Wer mit dem Totenkopf der Hells Angels oder dem Markenzeichen der Bandidos (Fat Mexican) erwischt wird, begeht eine Straftat in NRW.
Würselen: Hinter der Rocker-Schießerei steckt blutige Schlacht um Koks.
Würselen – Die Szene könnte aus einem TV-Krimi über die Mafia stammen.
Ein Mann zieht seine Waffe und feuert.
Sieben Schüsse peitschen durch die Nacht.
Ein Schwerverletzter wird aus einem Haus bewusstlos in einen VW Golf getragen, der Fahrer düst davon, ein Mercedes A-Klasse folgt ihm.
Es ist das Ende einer blutigen Schießerei im Aachener Rockermilieu.
Der Ort der Bluttat: eine ehemalige Kneipe in einer ruhigen Spielstraße in einem Wohngebiet in Würselen bei Aachen, 20 Meter entfernt ein Kindergarten. Nur die Videokamera auf dem Dach passt nicht in die heile Kleinstadtwelt.
Die Opfer: der kurdischstämmige Hassan S. (18), der nach dem Kopfschuss später stirbt.
Und ein 28-Jähriger, der mit Bauchschuss ins Klinikum Aachen eingeliefert wird.
Hassan S. war Mitglied der Turkey Nomads, einer Gruppe der Hells Angels, die von Necati Arabaci (43), dem ehemaligen „Paten von Köln“, aus Izmir in der Türkei über Mittelsmänner geführt wird.
„Es knallte metallisch“
Hausfrau Martha S. (41) wohnt 150 Meter von dem früheren Lokal entfernt.
Sie wird an diesem Abend von den Schüssen aufgeschreckt.
„Es knallte metallisch“ sagt sie.
„Kurz darauf Sirenen.“
Eine andere Nachbarin wurde auch Zeugin des Verbrechens: „Ich hörte die Schüsse.
Dann sah ich, wie ein Mann einen anderen auf die Rückbank seines Golf zerrte.“
„Es ist noch nicht bekannt, wer die Schüsse abgab“, gab Staatsanwalt Jost Schützeberg gestern bekannt.
Bei den Angreifern soll es sich um Mitglieder einer Aachener Ortsgruppe der Hells Angels Frankfurt handeln, die aus dem 37.000-Einwohner-Ort den grenznahen Handel mit Kokain kontrollieren.
Die Aachener Nomads meldeten Ansprüche auf das lukrative Geschäft an.
Bandenkrieg unter Hells-Angels-Brüdern!
Der Tatort: Das Schild „Würseler Stübchen“ hängt noch über der Tür, dabei hat die Kneipe schon vor zwei Jahren dicht gemacht.
Die graue Fassade ist voller Risse, dahinter verbirgt sich ein Umschlagplatz für Kokain.
Die Aachener Hells Angels betreiben dort einen schwungvollen Handel mit der Droge – ganz unauffällig in einem Wohnviertel.
Drogen aus den Niederlanden
Die Rocker tragen keine Kutten mehr, sie benutzen auch keine Motorräder für ihre kriminellen Dienstwege.
Sie kaufen Drogen in den Niederlanden ein, so ein Insider zum unserer Zeitung, und haben dann kurze Wege bis zum Verkauf.
In den letzten Jahren ist massiv Bewegung in die deutsche Rocker-Szene gekommen.
Im Krieg mit den rivalisierenden Bandidos konnten die Hells Angels jedes neue Mitglied gebrauchen, und bevor Rocker zur Gegenseite überliefen, nahmen sie sie auf.
Doch mit den türkischen Nomads haben sich die Angels Rivalen ins eigene Haus geholt.
Zwischen den alten und neuen Hells Angels ist ein Machtkampf um die Vorherrschaft in Deutschland entbrannt.
Er bricht sich jetzt offenbar gewaltsam Bahn.
NRW ist Zentrum der kriminellen Rocker
Die Bluttat von Würselen - der bisherige Höhepunkt in den Auseinandersetzungen der Rocker-Szene in der deutsch-niederländischen Grenzregion.
Vor allem in den Niederlanden halten die Gangs die Polizei in Atem.
In Kerkrade, in Sittard und anderen Teilen der niederländischen Region Südlimburg gab es in den vergangen Wochen gewalttätige Zwischenfälle.
Im Visier hat die Polizei vor allem die Hells Angels und die Bandidos.
Neben den beiden Banden ist auch die niederländische Rockergang Satudarah im Grenzraum aktiv.
In Deutschland ist sie im Februar dieses Jahres verboten worden.
In Aachen versuchen mehrere Gruppierungen Fuß zu fassen, seit die „Bandidos Aachen“ 2012 verboten wurden.
Ihre Betätigungsfelder: vor allem Drogenhandel und Prostitution.
Nordrhein-Westfalen gilt aktuell als eines der Zentren der Straftaten der Rockerbanden.
Das Landeskriminalitätsamt (LKA) hat in den letzten drei Jahren 200 Kontrollen und Razzien durchgeführt.
21000 Personen und 7000 Autos wurden kontrolliert.
Verboten wurden zuletzt auch die Hells Angels in Köln und Düsseldorf.
Welche Rockergruppen dominieren in NRW?
Die Hells Angels sind aktuell mit 13 Chaptern (Gruppen) vertreten, die Bandidos mit 12, Gremium MC mit zehn und Outlaws mit je acht.
Das Tragen der berüchtigten Rocker-Kutten war den Bandidos nach einem Erlass des NRW-Innenministeriums untersagt worden.
Wer mit dem Totenkopf der Hells Angels oder dem Markenzeichen der Bandidos (Fat Mexican) erwischt wird, begeht eine Straftat in NRW.



