Popstar Shakira steht in den kommenden Tagen wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vor Gericht.
Die 41-Jährige wird sich gegen die Behauptung zur Wehr setzen müssen, über die letzten drei Jahre umgerechnet fast 15 Millionen Euro unterschlagen haben soll.
Das berichtet u.a. die Tageszeitung „El Pais“.


Die Staatsanwälte haben das gesamte vergangene Jahr damit verbracht, die finanziellen Handlungen der Kolumbianerin zu untersuchen und kamen nun letztendlich auf eine hinterzogene Summe von 14,5 Millionen Euro – ein Betrag aus den Jahren zwischen 2012 und 2014.

Man sei zu dem Schluss gekommen, dass die Sängerin vorgetäuscht habe, auf den Bahamas zu leben.
Dies soll Teil ihres Plans gewesen sein, absichtlich ihren Steuerpflichten nicht nachzukommen, nachdem sie 2011 den Fußballer Gerard Pique geheiratet hatte und zusammen mit ihm nach Barcelona gezogen war.
Sogenannte spanische Residenten müssen Einkommenssteuern zahlen, wenn sie mehr als 183 Tage in einem Kalenderjahr in einem Land Spaniens gemeldet sind.

Auf der ganzen Welt unterwegs
Steuerinfahnder haben demnach über mehr als ein Jahr nach Shakira gesucht, suchten sogar ihren Lieblingsfriseur in Barcelona auf und überprüften ihre Sozialen Netzwerke, um zu belegen, dass sie die meisten Zeit der drei Jahre in Spanien gelebt hatte.
Es würden nur Beweise vorgelegt werden, die ausdrücklich belegen, dass die Sängerin als pflichtige Steuerzahlerin registriert sei.

Die Zeit, die sie außerhalb von Spanien verbracht habe, seien nur „sporadische Abwesenheiten“ gewesen, die auf berufliche Verpflichtungen zurückzuführen seien.
Die Anwälte der Sängerin seien so gar nicht einverstanden mit dieser Art von Argumenten.
Ein Sprecher Shakiras sagte, dass sie keine Steuerzahlungen schuldig sei, sie hätte nur den Rat ihrer Steuerberater befolgt.

Man sei aber bereit mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um“ die Meinungsverschiedenheiten aus dem Weg zu schaffen“.

Ende letzten Jahres geriet Shakira bereits in die Schlagzeilen, weil raus kam, dass sie Musikrechte im Wert von etwa 33 Millionen Euro an eine Offshore-Firma in Malta übertragen hatte, das als Steuerparadies der Stars gilt.
Ihr Anwalt Ezequiel Camerini erzählte der spanischen Nachrichten-Website „El Confidencial“, dass die Sängerin in der Tat in Barcelona lebe.
Er rechtfertigte ihre angeblichen Steuer-Unregelmäßigkeiten aber damit, dass sie aufgrund ihres Berufes und als internationale Künstlerin auch immer wieder an verschiedenen Orten leben würde.
Sie hätte schon immer die Gesetze der Steuerbehörden an den Orten eingehalten, an denen sie lebte.