Berlin - Vor 35 Jahren hatte Udo Lindenberg seinen heißersehnten großen Auftritt in der DDR.
Am 25. Oktober 1983 trat Panikrocker Udo Lindenberg das erste Mal in Ost-Berlin auf.


Indirekt brachte ihn der „Sonderzug nach Pankow“ in den Palast der Republik.
Seinen berühmtesten Song hatte er wenige Monate zuvor direkt an den Staatsratsvorsitzenden Erick Honecker gerichtet, den Lindenberg für einen heimlichen Rocker hält:

„Honey, ich glaub', du bist doch eigentlich auch ganz locker
Ich weiß, tief in dir drin, bist du eigentlich auch'n Rocker
du ziehst dir doch heimlich auch gerne mal die Lederjacke an
Und schließt dich ein auf'm Klo und hörst West-Radio“


Auftritt kommt nicht in Frage
Lindenberg wollte schon 1979 in der DDR auftreten und bekundete das in einem Radiointerview.
Im Arbeiter- und Bauernstaat war man nicht begeistert von der Idee.
Der Chefideologe und Kulturverantwortliche der SED, Kurt Hager notiert persönlich: „Auftritt in der DDR kommt nicht in Frage“.
Lindenbergs „Sonderzug“ war eine verspätete Reaktion auf diese Ablehnung, das „Nein“ ließ den Rocker nicht ruhen.


Am 25. Oktober 1983 durfte Udo Lindenberg dann doch einreisen und gab im Palast der Republik einen 15-minütigen Aufritt, aufwändig überwacht vom Ministerium für Staatssicherheit.
Auf den „Sonderzug nach Pankow“ verzichtete Udo bei seinem Kurzauftritt allerdings dann doch, um die DDR-Führung nicht zu verärgern.
Lindenbergs Auftritt wurde von seinen ostdeutschen Fans trotzdem frenetisch gefeiert, es dürfte auch für den Panikrocker ein ganz besondere Tag seiner Karriere gewesen sein.


Udo Lindenberg Palast der Republik 25 Oktober 1983 !

Dokumentation über das DDR-Konzert von Udo Lindenberg am 25. Oktober 1983 im Palast der Republik