Oberhausen: Die Festival-Macher von „Die 90er-live“ erwarten in Oberhausen 30.000 Fans.
Ace of Base und Culture Beat sind mit dabei.
Mola Adebisi moderiert.


Die Erinnerungen an die 1990er Jahre sind mannigfaltig: Einige denken an die Geburtsstunde der Playstation und nervige Tamagotchi - bei anderen schießen plötzlich simple Texte aus der sogenannten Eurodance-Zeit zurück ins Gedächtnis: Als die Zausel-Schweden von Rednex den „Cotton Eye Joe“ besangen und Snap mit „The Power“ Druck auf die Kopfhörer von Disc- und Walkman erzeugten.

Am 4. August begeben sich wieder Tausende auf eine Zeitreise - freiwillig versteht sich.
Das Festival „Die 90er-live“ meldet sich nach der Premiere im vergangenen Jahr auf dem Freigelände hinter der König-Pilsener-Arena zurück.
30 000 Fans, im vergangenen Jahr ein Europarekord, sollen wieder die Hits aus der Zeit der Neonklamotten in die Neue Mitte befördern.

„Locker Luft für acht Stunden Festival“
Als Gastgeber ist diesmal Mola Adebisi mit dabei, der bei der Geburtsstunde des deutschen Musiksenders Viva eine Generation im Jugendzimmer bei ihrer Musikleidenschaft begleitete.
Beim Sendestart im Dezember 1993 war er zarte 20 Jahre alt - heute ist er 45, sagt aber mit einem Augenzwinkern: „Für acht Stunden Festival habe ich noch locker Luft!“

Als gesetzten Tanztee möchte die Riesenfete auch keiner verstanden wissen.
Adebisi: „Die Musik der 90er Jahre hatte eine stark Energie und diese transportieren die Künstler noch heute.“
Mit vielen Musikern von damals sei er über Jahre gut befreundet - viele sind bei „Die 90er-live“ mit dabei.

Culture Beat („Mr. Vain“, „Any*thing“), Mr. President („Coco Jamboo“, „I give you my Heart“), La Bouche („Sweet Dreams“, „Be my Lover“), Rednex („Cotton Eye Joe“), Oli P. („Flugzeuge im Bauch“), Captain Hollywood Project („More and more“), Snap („The Power“, „Rhythm is a Dancer“), Whigfield („Saturday Night“), Masterboy („Feel the Heat of the Night“) und East 17 („Allright“) stehen nach der aktuellen Planung auf der Show-Bühne.

Nicht immer die komplette Band
Nicht alle Formationen spielen allerdings noch in der kompletten Besetzung zusammen: So dient bei Ace of Base nur die Original-Sängerin Jenny Berggren als Zugpferd.
Der Nostalgie soll dies aber nicht schaden.
Zumal es bei der Hitdichte keine Verluste geben soll.
Die Veranstalter versprechen: „Gespielt werden die Hits von damals!“

Der Festivalstart in Oberhausen aus dem vergangenen Jahr hat übrigens eine Kettenreaktion ausgelöst: Nun geht die Riesenfete auf Deutschland-Tour, gastiert in Kassel, Regensburg und Hamburg.
Veranstalter Markus Krampe: „Wir erreichen diesmal 150 000 Fans!“