Seite 4 von 5 ErsteErste ... 2345 LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 44

Thema: Wikileak's NEWS

  1. #31
    Moderator Avatar von collombo
    Registriert seit
    16.07.14
    Beiträge
    45.652
    Bedankt
    342
    Danke erhalten: 2.597

    Darum brach Ecuador mit Assange !

    Ecuadors Präsident Moreno wollte den nervigen Dauergast in London nicht mehr und fand schließlich einen Weg, ihn loszuwerden.
    Sein Vorgänger Correa schäumt über den "Verrat" seines ehemaligen Parteifreundes.


    In einer auf Twitter veröffentlichten Ansprache erklärte Ecuadors Präsident Lenín Moreno, warum sein Land Julian Assange fallen gelassen hat.
    "Respektloses und aggressives Verhalten" des Wikileaks-Gründers, die "Unhöflichkeit und Drohungen" seiner Organisation sowie der Verstoß gegen internationale Abkommen hätten dazu geführt, dass ihm das gewährte Asyl entzogen wurde.

    Assange habe sich trotz mehrfacher Aufforderung, dies zu unterlassen, in interne Angelegenheiten anderer Staaten eingemischt.
    Heißt: Wikileaks veröffentlichte unter seiner Federführung weitere Dokumente.
    Nur zwei Tage vor Assanges Festnahme hatten seine Anwälte eine Pressekonferenz gegeben und Ecuador vorgeworfen, ihn ausspioniert zu haben.
    Das war für Moreno der nötige Rest.
    "Ecuadors Geduld ist am Ende", sagte er.
    Britische Polizisten nehmen Assange kurze Zeit später fest.

    Das klingt soweit nachvollziehbar.
    Aber der Bruch des südamerikanischen Landes mit Assange hat auch noch eine Geschichte abseits dessen, was Ecuadors Außenminister José Valencia vor dem Parlament in Quito anführte: Unter anderen sprach der Diplomat von missachteten Verhaltensregeln, immensen Kosten von insgesamt 6,2 Millionen US-Dollar und "unangenehmen Verdauungsproblemen" des Gastes.
    Assange fallen zu lassen, ist auch eine politische Entscheidung, die vorbereitet worden war.
    Sie zeigt, wie weit sich Ecuador von seiner Vergangenheit entfernt hat.
    Ex-Präsident Rafael Correa etwa schäumte, beschimpfte Moreno als korrupt und "größten Verräter in der Geschichte Ecuadors und Lateinamerikas".

    Assange als PR-Coup
    Als Assange im Jahr 2012 als Motorradkurier verkleidet um politisches Asyl in der ecuadorianischen Botschaft bittet, hat das einen Grund: Er sieht in dem südamerikanischen Land eine mögliche Schutzmacht gegen den langen Arm Washingtons.
    Ecuadors linker Präsident Rafael Correa, ideologisch nahe der Linie von Venezuelas damaligem Präsidenten Hugo Chávez und Boliviens Evo Morales, hatte ein Jahr zuvor den US-Botschafter aus dem Land geworfen.
    Assange Asyl zu gewähren, ist ein PR-Coup.
    Der Australier zieht ins Botschaftsgebäude, richtet sich ein, irgendwann bekommt er sogar eine Katze, die zwischen 2016 und 2018 ein eigenes Twitter-Konto hat.

    Moreno wird im April 2017 als von Correa unterstützter linker Kandidat zum Präsidenten gewählt.
    Im gleichen Monat nennt der heutige US-Außenminister Mike Pompeo (damals noch in seiner Rolle als CIA-Chef) Wikileaks einen "Geheimdienst", der die Nationale Sicherheit der USA gefährde.
    Ganz ohne Beigeschmack ist das nicht, immerhin hat Wikileaks dazu beigetragen, Pompeos Chef Donald Trump ins Weiße Haus zu bringen: Im Wahlkampf hatte die Organisation mehrere E-Mails von Servern der US-Demokraten veröffentlicht, die keinen Skandal offenlegten, aber Hillary Clinton im Wahlkampf schadeten.
    "Ich liebe Wikileaks", verkündete Trump im Oktober 2016, nachdem die Enthüllungsplattform damit begonnen hatte, Mails von Clintons Wahlkampfchef John Podesta zu veröffentlichen.
    Am Donnerstag sagte er nun: "Ich weiß nichts über Wikileaks.
    Das ist nicht meine Angelegenheit."

    Dass die US-Regierung Assange trotz seiner Wahlkampfhilfe für Trump nicht als Verbündeten ansieht, war auch für Ecuador von Bedeutung.
    Schon zu Beginn seiner Amtszeit im Mai 2017 schimpft Moreno über das "vererbte Problem" Assange.
    Seither hat er zudem einen politischen Richtungswechsel vollzogen.
    Erfolgreich ist der Regierungschef bislang nicht.
    n der Bevölkerung hat sich Pessimismus breitgemacht.
    Seit Februar 2018 sind die Zustimmungswerte Morenos laut dem Umfrageinstitut Perfiles de Opinión in der Bevölkerung der drei größten Städte des Landes von 65 auf 27 Prozent gefallen, das Vertrauen in den Präsidenten im selben Zeitraum von 50 auf rund 17 Prozent.
    Ecuador hat vor allem ein Geldproblem und hält sich nur mit Milliardenkrediten des Internationalen Währungsfonds, der Weltbank und anderen Instituten liquide.

    In einer Pressekonferenz am Dienstag warfen die Wikileaks-Anwälte Ecuador auch vor, mit den USA gegen Assange zusammengearbeitet zu haben.
    Der Plattform zufolge versuchte Quito schon 2017, seinen Gast loszuwerden und daraus Kapital zu schlagen.
    Bei einem Treffen von Trumps Ex-Wahlkampfmanager Paul Manafort mit Moreno soll es um einen möglichen Deal gegangen sein: Ecuador bat die USA um Krediterlass und bot im Gegenzug an, dem Wikileaks-Chef die Unterstützung zu entziehen.
    Ende desselben Jahres erhält Assange zwar die ecuadorianische Staatsbürgerschaft. Aber auch das soll dazu führen, dass er die Botschaft verlässt.
    Quito will ihm per Diplomatenstatus Immunität verschaffen, damit er nicht ausgeliefert werden kann.
    London lehnt ab.

    Im Juni 2018 ist US-Vizepräsident Mike Pence auf Lateinamerikareise und trifft auch Moreno in Quito.
    Die beiden reden über ihre verbesserten Beziehungen und laut einem Sprecher des Weißen Hauses auch über Assange.
    Sie vereinbaren, in dem Fall "eng zusammenzuarbeiten".
    Mehrere US-Senatoren hatten Pence um Initiative gebeten.
    Assange zufolge wurde bei dem Treffen seine Übergabe vereinbart.

    Plötzlich Verschwörer
    Im Februar 2019 werden schwere Korruptionsvorwürfe gegen Moreno publik.
    Unbekannte veröffentlichen die sogenannten Ina-Papers auf einer eigenen Website.
    Sie enthalten der Seite zufolge Informationen über ein Firmengeflecht und Offshore-Konten, mit denen Moreno und seine Familie Geld gewaschen haben sollen.
    Der Präsident habe unter anderem Steuern hinterzogen und Bestechungsgelder eingesammelt.

    Am 25. März twittert Wikileaks etwas zu dem Fall - verbunden mit dem Vorwurf, Ecuador habe versucht, Assange gegen Krediterlasse an die USA zu "verkaufen".
    Moreno sieht darin offenbar eine mögliche Rechtfertigung, Assange endlich loszuwerden.
    Am 28. März sagt Ecuadors Kommunikationsminister, die Ina-Papers sollten den Präsidenten zu Fall bringen.
    Einer entsprechenden Verschwörung gegen Moreno beschuldigt er Assange, Correa sowie Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro.

    Wikileaks und Assange bestreiten jegliche Beteiligung an den Veröffentlichungen.
    Am selben Tag empfiehlt das Parlament dem Außenministerium per Resolution (pdf), Assanges Asyl zu überprüfen.


    Außenminister Valencia sagt, Assange und seine Website hätte Morenos vertrauliche Kommunikation abgefangen.
    "Er beißt die Hand, die ihn füttert."

    Die scheidende ecuadorianische Generalstaatsanwältin eröffnet am Tag ihrer Ablösung durch eine als regierungstreu geltende Nachfolgerin ein vorläufiges Ermittlungsverfahren gegen Moreno.
    Am 2. April kündigt der Präsident an, schnell eine Entscheidung im Fall Assange herbeiführen zu wollen.
    Am 4. April twittert Wikileaks, es habe erfahren, dass Ecuador ihn bald herauswerfen wolle und sich mit den Briten über eine Vorgehensweise einig sei.
    Eine Woche später veröffentlicht Moreno seine Erklärung per Video.
    Das Asyl wird entzogen, die ecuadorianische Staatsbürgerschaft wegen "Verfahrensunregelmäßigkeiten" widerrufen.
    Es folgt die Festnahme im Botschaftsgebäude.
    (Die Katze des Wikileaks-Chefs musste laut "Guardian" schon früher ausziehen, weil Assange nicht für ihre Versorgung bezahlen wollte.)
    Großbritanniens Außenminister Jeremy Hunt dankt per Twitter namentlich Moreno für dessen Zusammenarbeit mit dem britischen Außenministerium, damit Assange vor Gericht gestellt wird.

    Was vor der Festnahme Assanges wie und wann abgesprochen wurde, ist kaum zu beweisen.
    Allerdings gibt es Unstimmigkeiten, die auffallen.
    Darunter ist auch, dass Premierministerin Theresa May in London sagte, Assange sei von der britischen Polizei wegen eines Auslieferungsantrages der USA festgenommen worden.
    Ecuadors Außenminister Valencia versicherte dagegen, zum Zeitpunkt, als sein Land das Asyl zurückzog, habe es keinen Auslieferungsantrag gegeben.
    Der war nach der Festnahme aber in Windeseile aufgetaucht.
    Die Anklage enthält den Vorwurf der Verschwörung, um in ein staatliches Computersystem der USA einzudringen.
    Das bezieht sich auf seine Zusammenarbeit mit der Whistleblowerin Chelsea Manning, die 2010 Dokumente an Wikileaks weitergegeben hatte, mit denen Menschenrechtsverletzungen der US-Armee im Irak und in Afghanistan enthüllt wurden.
    Der Vorwurf der Spionage, auf den die Todesstrafe steht, wird in der Anklage nicht erhoben.

    Moreno sagt in seinem Video, es gebe eine schriftliche Zusicherung der britischen Regierung, dass der Wikileaks-Chef nicht in ein Land ausgeliefert werde, wo ihm Folter und Todesstrafe drohen könnten.
    Im Auslieferungsersuchen des US-Justizministeriums steht denn auch, dass auf die ihm vorgeworfenen Vergehen höchstens fünf Jahre Haft stünden.
    Offen ist allerdings, ob Assanges Rolle im US-Präsidentschaftswahlkampf noch wichtig wird.
    Bereits seit März ist Chelsea Manning, die im Mai 2017 aus der Haft entlassen worden war, wieder im Gefängnis.
    Der Grund: Sie hatte sich geweigert, im Rahmen von Ermittlungen gegen Assange auszusagen.
    Laut Sonderermittler Robert Mueller waren die von Wikileaks veröffentlichten E-Mails der Demokratischen Partei von russischen Hackern erbeutet worden.
    Weitere Anklagen gegen Assange sind damit möglich.


    ************************************************** *****
    'Immer mehr Senioren verschwinden spurlos im Internet,weil sie
    aus Versehen die Tasten 'ALT' und 'ENTFERNEN' drücken.'

    ************************************************** *****

  2. #32
    Moderator Avatar von collombo
    Registriert seit
    16.07.14
    Beiträge
    45.652
    Bedankt
    342
    Danke erhalten: 2.597

    Presse zur Verhaftung von Julian Assange: "Gang vor US-Richter ist der einzig richtige Weg" !

    Wikileaks-Gründer Julian Assange ist verhaftet – die USA fordern seinen Auslieferung.
    Die internationale Presse ist gespalten.
    Viele bezweifeln seinen selbst stilisierten Märtyrerstatus.
    Andere fürchten um die Pressefreiheit.


    Julian Assange ist nach Jahren der Flucht verhaftet.
    Doch die Meinungen darüber, wie der Fall des Wikileaks-Gründers zu bewerten ist, gehen auseinander.
    Während in der internationalen durchaus auch Stimmen laut werden, die das Verfahren als eine Offensive gegen Presse- und Informationsfreiheit deuten, fordern viele auch ein transparentes, rechtsstaatliches Verfahren um das intransparente Wirken von Assange und Wikileaks aufzuklären.
    Zweifel an der Unparteilichkeit und den vorgeblichen Idealen der sogenannten Transparenzplattform werden seit Jahren laut.

    "NRC Handelsblad" (Niederlande):
    "Assanges Anwälte sagen nun voraus, dass ihr Mandant alles in seiner Macht Stehende tun wird, um sich der Auslieferung an die USA zu widersetzen.
    Mit dem Argument, dass er dort kein faires Verfahren zu erwarten hat, sondern ein politisches Urteil. Assanges Angst ist nicht unbegründet.

    Mit seinen Enthüllungen im Jahr 2016 über die Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat er sich mit dem demokratischen Establishment überworfen.
    Aber auch die Republikaner haben nichts Gutes von Julian Assange zu erwarten, wenn er über Quellen im russischen Geheimdienst zu sprechen beginnt, die ihm die vertraulichen E-Mails von Clinton zugespielt haben sollen.

    Wikileaks hat sich in den letzten Jahren zu einem persönlichen Propaganda-Organ für Assange entwickelt.
    Die Auslieferung an die USA durch das Vereinigte Königreich scheint schließlich die nächste Station auf Assanges Reise zu
    Der Gang vor einen amerikanischen Richter ist der einzig richtige Weg aus dem Labyrinth, das Assange sich selbst geschaffen hat."

    Financial Times (Großbritannien):
    "Wie bei allen Auslieferungsfällen haben darüber zu allererst die Gerichte zu entscheiden und nicht die öffentliche Meinung.
    Ungeachtet seines hohen Bekanntheitsgrades sollte Assange behandelt werden, wie jeder andere auch.
    Zweifellos muss er die Konsequenzen dafür tragen, dass er 2012 in London nach seiner Freilassung auf Kaution nicht zur Gerichtsverhandlung erschienen ist.

    Für einige ist Assange ein Märtyrer im Namen der Redefreiheit und der Transparenz.
    Anderen gilt er als Staatsfeind.
    Und wieder andere glauben, dass er kaum mehr als ein Handlanger für Russlands Wladimir Putin ist.
    Dass seine Festnahme und die nun folgenden Rechtssachen große Emotionen auslösen, war unvermeidlich.
    Das kann den Gang traditioneller Gerichtsverfahren jedoch nicht außer Kraft setzen.
    Die Justiz sollte keine Ausnahmen aufgrund bestimmter politischer Präferenzen machen."

    "Tages-Anzeiger" (Schweiz):
    "Assanges Verhaftung in London nach 2487 Tagen im selbst gewählten Asyl der ecuadorianischen Botschaft ist nicht der Angriff auf die 'Freiheit von Whistleblowern' und der Presse insgesamt, wie Assanges Anhänger behaupten.
    Sie soll und muss der Auftakt sein zu fairen Rechtsverfahren, die das bisher mindestens zwielichtige Wirken des Hackers zumindest juristisch einwandfrei klären.
    Der Propagandist der totalen Transparenz kann nun Transparenz schaffen über sein eigenes Tun."

    "Der Standard" (Österreich):
    "Assange für seine Publikationen zu belangen würde weitere Eingriffe in Presse- und Informationsfreiheit möglich machen – besonders in einer Zeit, in der die Grenze zwischen klassischem Journalismus und Netzpublikationen längst verschwommen ist.
    Besonders aus diesem Grund darf er nicht an die USA ausgeliefert werden.
    Das gilt auch, solange ihm nur die aktuelle Anklage droht: Assange werden nicht seine Veröffentlichungen vorgeworfen, sondern dass er die Armeeangehörige Chelsea Manning dabei beraten habe, Passwörter zu knacken.

    Das mag rechtswidrig sein, es mag Indizien geben.
    Die jahrelange Jagd nach ihm steht zu dieser Anklage aber in keinem Verhältnis.
    Der Punkt ist offenbar ein Vorwand, eine juristische Ersatzhandlung.
    Ist Assange einmal in den USA – wer weiß, was dann passiert."


    ************************************************** *****
    'Immer mehr Senioren verschwinden spurlos im Internet,weil sie
    aus Versehen die Tasten 'ALT' und 'ENTFERNEN' drücken.'

    ************************************************** *****

  3. #33
    Moderator Avatar von collombo
    Registriert seit
    16.07.14
    Beiträge
    45.652
    Bedankt
    342
    Danke erhalten: 2.597

    Wikileaks-Gründer Julian Assange": Ein Justiz-Thriller alla John Grisham und ein wenig beruhigendes Zeichen der Zeit" !

    Nach der spektakulären Festnahme von Wikileaks-Gründer Julian Assange in London steht vermutlich ein jahrelanges Tauziehen um eine Auslieferung des 47-jährigen Australiers an die USA bevor.

    Die Pressestimmen zu dem brisanten Fall.

    Julian Assange sitzt vorerst in London im Gefängnis.
    Anfang Mai soll ein Gericht sich mit seiner möglichen Auslieferung an die USA befassen.
    Die Anhänger des Wikileaks-Gründers machen bereits mobil.
    So kommentiert die internationale Presse die Inhaftierung des 47-Jährigen.

    Deutschland
    "Süddeutsche Zeitung":
    ""Julian Assanges Verdienst ist es, als Datenlieferant ein Vorreiter des modernen Leak-Journalismus zu sein, in dem digitale Datenberge Geschichten über Machtmissbrauch, Gier und Doppelzüngigkeit liefern.
    Die allermeisten Journalisten entwickeln diese Spielart nun lieber ohne Assange weiter - maßvoller und verantwortungsbewusster.
    Assanges Gerichtsverfahren verdienen gleichwohl größte Aufmerksamkeit.
    Auf keinen Fall darf die Justiz enthüllendes Arbeiten von Journalisten kriminalisieren.
    Die Öffentlichkeit wird mit neugierigen Augen zusehen."

    "Mittelbayerische Zeitung":
    "Die Gefahr besteht darin, das Kind mit dem Bade auszuschütten.
    Die Trump-Regierung könnte nämlich versucht sein, Assange für etwas zu verfolgen, was Journalisten jeden Tag tun: Quellen zu pflegen, vertrauliche Informationen zu sammeln und zu veröffentlichen, auch und gerade, wenn es der Regierung nicht passt.
    Es geht im Fall Assange nicht darum, einen fragwürdigen Charakter zu verteidigen, sondern die Pressefreiheit.
    Deshalb ist der Fall komplizierter, als er sich auf den ersten Blick präsentiert."

    "Reutlinger General-Anzeiger": "Wer brisante Informationen öffentlich macht, muss immer die Folgen abwägen.
    Ein gelungenes Beispiel dafür ist die Veröffentlichung der Panama Papers.
    Und zwar nicht nur, weil damit ein Steuerbetrug aufgedeckt wurde, sondern weil Journalisten mit ihrem Namen für diese Entscheidung einstanden.
    Genau diese Verantwortung übernimmt Assange nicht.
    Er glaubt, über dem Gesetz zu stehen.

    USA
    "Washington Post": "Herr Assange ist kein Held der freien Presse.
    Ja, Wikileaks hat sich geheime Regierungsdokumente beschafft und diese veröffentlicht .
    Entgegen journalistischer Normen hat Herr Assange solche Dokumente aber manchmal auf unethischem Wege erlangt.
    Ebenfalls im Gegensatz zu echten Journalisten hat Wikileaks Material in der Öffentlichkeit abgeladen, ohne sich die Mühe zu machen, den Wahrheitsgehalt zu prüfen oder den darin erwähnten Personen die Möglichkeit zu geben, sich zu äußern.
    Selbstverständlich hätte ein echter Journalist auch nicht mit dem Komplott eines Geheimdienstes eines autoritären Regimes kooperiert, um einem US-Präsidentschaftskandidaten zu schaden und einem anderen zu nützen.
    Nachdem es Ecuador bereits zugesichert hat, Herrn Assange nicht wegen eines Vergehens in die Vereinigten Staaten auszuliefern, auf das die Todesstrafe steht (Spionage implizit eingeschlossen), sollte Großbritannien nicht fürchten, dass ein Hacking-Prozess gegen ihn die Pressefreiheit gefährden würde."

    Österreich
    "Der Standard": ""Assange werden nicht seine Veröffentlichungen vorgeworfen, sondern dass er die Armeeangehörige Chelsea Manning dabei beraten habe, Passwörter zu knacken.
    Das mag rechtswidrig sein, es mag Indizien geben.
    Die jahrelange Jagd nach ihm steht zu dieser Anklage aber in keinem Verhältnis.
    Der Punkt ist offenbar ein Vorwand, eine juristische Ersatzhandlung. Ist Assange einmal in den USA - wer weiß, was dann passiert.
    Die anderen Vorwürfe gegen ihn, vor allem jene der Vergewaltigung in Schweden, sind dafür aufzuklären."

    Italien
    "Corriere della Serra": "Weniger als sieben Jahre brauchte es, um Julian Assange von einem Rockstar in einen mutmaßlichen russischen Spion zu verwandeln, in einen Mitarbeiter des russischen Staatsfernsehens, in ein Idol der amerikanischen Rechten nach der Versenkung der Kampagne von Hillary Clinton 2016 durch Hacker-Angriffe.

    Assange wurde zum immer weniger willkommenen Gast der ecuadorianischen Regierung die am Ende damit droht, ihm die Internetverbindung zu kappen, wie bei bockigen Teenagern.

    Der lange und erzwungene Aufenthalt in London von Julian Assange, Erfinder und Anführer von Wikileaks, auf der Flucht vor der schwedischen, britischen, amerikanischen Justiz, ist ein Spionage-Roman, wie er John le Carré gefallen würde, ein Justiz-Thriller alla John Grisham, und gleichzeitig ein wenig beruhigendes Zeichen der Zeit."

    Niederlande
    "NRC Handelsblad": "Assanges Anwälte sagen nun voraus, dass ihr Mandant alles in seiner Macht Stehende tun wird, um sich der Auslieferung an die USA zu widersetzen.
    Mit dem Argument, dass er dort kein faires Verfahren zu erwarten hat, sondern ein politisches Urteil.
    Assanges Angst ist nicht unbegründet.
    Mit seinen Enthüllungen im Jahr 2016 über die Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat er sich mit dem demokratischen Establishment überworfen.
    Aber auch die Republikaner haben nichts Gutes von Assange zu erwarten, wenn er über Quellen im russischen Geheimdienst zu sprechen beginnt, die ihm die vertraulichen E-Mails von Clinton zugespielt haben sollen.

    Wikileaks hat sich in den letzten Jahren zu einem persönlichen Propaganda-Organ für Assange entwickelt.
    Die Auslieferung an die USA durch das Vereinigte Königreich scheint schließlich die nächste Station auf Assanges Reise zu sein.
    Der Gang vor einen amerikanischen Richter ist der einzig richtige Weg aus dem Labyrinth, das Assange sich selbst geschaffen hat."

    Großbritannien
    "Financial Times": "Wie bei allen Auslieferungsfällen haben darüber zu allererst die Gerichte zu entscheiden und nicht die öffentliche Meinung.
    Ungeachtet seines hohen Bekanntheitsgrades sollte Assange behandelt werden, wie jeder andere auch.
    Zweifellos muss er die Konsequenzen dafür tragen, dass er 2012 in London nach seiner Freilassung auf Kaution nicht zur Gerichtsverhandlung erschienen ist.

    Für einige ist Assange ein Märtyrer im Namen der Redefreiheit und der Transparenz.
    Anderen gilt er als Staatsfeind.
    Und wieder andere glauben, dass er kaum mehr als ein Handlanger für Russlands Wladimir Putin ist.
    Dass seine Festnahme und die nun folgenden Rechtssachen große Emotionen auslösen, war unvermeidlich.
    Das kann den Gang traditioneller Gerichtsverfahren jedoch nicht außer Kraft setzen.
    Die Justiz sollte keine Ausnahmen aufgrund bestimmter politischer Präferenzen machen."

    Schweiz
    "Tages-Anzeiger": "Assanges Verhaftung in London nach 2487 Tagen im selbst gewählten Asyl der ecuadorianischen Botschaft ist nicht der Angriff auf die "Freiheit von Whistleblowern" und der Presse insgesamt, wie Assanges Anhänger behaupten.
    Sie soll und muss der Auftakt sein zu fairen Rechtsverfahren, die das bisher mindestens zwielichtige Wirken des Hackers zumindest juristisch einwandfrei klären.
    Der Propagandist der totalen Transparenz kann nun Transparenz schaffen über sein eigenes Tun."

    "Neue Zürcher Zeitung": "Jetzt wird er wieder ertönen, der Aufschrei.
    Rund um den Globus werden empörte Menschen Partei ergreifen für Julian Assange, den Freiheitskämpfer, der es einst gewagt hat, sich mit Veröffentlichungen auf seiner Plattform Wikileaks gegen die dunklen Mächte des imperialen amerikanischen Staates zu stellen.
    Großbritannien wird angeprangert werden als Amerikas törichter Handlanger in einer von langer Hand geplanten Verschwörung.

    Die USA haben Antrag auf Auslieferung gestellt.
    Die Anklage lautet allerdings nicht auf Spionage, sondern auf Konspiration zum Hacken von Regierungscomputern und zum Entwenden von geheimen Staatsakten.
    Der von Assange und seinen Anhängern seit 2010 gepflegte Mythos, die USA trachteten dem Hacker nach dem Leben, findet darin keine Bestätigung.
    Großbritannien wird auch über das Auslieferungsgesuch nach rechtsstaatlichen Regeln befinden.
    Dazu gehört die Garantie der Menschenrechte.
    Es gibt keinen Grund, an einem korrekten Verfahren der britischen Justiz zu zweifeln."


    ************************************************** *****
    'Immer mehr Senioren verschwinden spurlos im Internet,weil sie
    aus Versehen die Tasten 'ALT' und 'ENTFERNEN' drücken.'

    ************************************************** *****

  4. #34
    Moderator Avatar von collombo
    Registriert seit
    16.07.14
    Beiträge
    45.652
    Bedankt
    342
    Danke erhalten: 2.597

    Wächter des Wikileaks-Gründers plaudern über seine Marotten !

    Jahrelang sorgten sie für seine Sicherheit in der Botschaft Ecuadors – doch nun fangen die Wächter von Wikileaks-Gründer Julian Assange an zu reden.
    Sie zeichnen das Bild eines Exzentrikers.


    Teurer Klempner für einen exzentrischen Gast: Um die Toilette des jahrelang in der Botschaft Ecuadors in London festsitzenden Wikileaks-Gründer Julian Assange zu reparieren, wurde 2016 eigens ein Installateur aus dem spanischen Valencia eingeflogen.
    Die aus Spanien stammenden Sicherheitsleute des gebürtigen Australiers befürchteten nämlich, dass ein lokaler Klempner das Klo verwanzen könnte.
    Kosten des viertägigen Einsatzes: 4.000 Euro.

    Geheimdienst zahlte für Beschützer
    Dies berichtete die spanische Tageszeitung "El País" unter Berufung auf frühere Beschützer des in London verhafteten Enthüllers.
    Demnach kümmerte sich jahrelang eine im südspanischen Cádiz ansässige Firma um die Sicherheit des Gastes.
    Sie wurde direkt von einem Geheimdienst in Quito bezahlt.

    Ihren Schützling nannten die Spanier intern "den Gast" oder auch "El Juli", eine Verkürzung seines Vornamens, aber auch Name eines berühmten Toreros.
    Assange pflegte spät schlafen zu gehen und spät aufzustehen.
    Auch wenn er die Botschaft nicht verlassen konnte, empfing er jede Menge Besucher, darunter Lady Gaga, Yoko Ono und ihren Sohn Sean Lennon oder die Modedesignerin Vivienne Westwood, die ihm Essen brachte.

    Die Spanier beobachteten demnach auch das exzentrische Benehmen Assanges.
    TV-Interviews gab er in Unterhosen, angezogen sei er nur vom Gürtel aufwärts gewesen, also dem auf dem Bildschirm sichtbaren Teil seines Körpers.
    Er habe sich gehen lassen und die Toilette nach Benutzung nicht gespült.
    Die Botschaftsmitarbeiter störte es auch, wenn er in einem kleinen Raum auf einer elektrischen Herdplatte kochte.
    Die lange Zeit in der Botschaft vertrieb er sich manchmal mit Skateboardfahren oder Ballspielen im Flur.

    Der Einsatz des spanischen Teams endete 2017, als in Quito der linke Präsident Rafael Correa von dem gemäßigten Lenín Moreno abgelöst wurde
    . In der vorigen Woche entzog Ecuador Assange den diplomatischen Schutz, woraufhin er von der britischen Polizei festgenommen wurde.
    Ihm droht die Auslieferung in die USA.


    ************************************************** *****
    'Immer mehr Senioren verschwinden spurlos im Internet,weil sie
    aus Versehen die Tasten 'ALT' und 'ENTFERNEN' drücken.'

    ************************************************** *****

  5. #35
    Moderator Avatar von collombo
    Registriert seit
    16.07.14
    Beiträge
    45.652
    Bedankt
    342
    Danke erhalten: 2.597

    Ecuador wirft Wikileaks-Gründer Assange Spionage vor !

    In der Botschaft habe Julian Assange ein "Zentrum der Spionage" betrieben, sagt Ecuadors Präsident Lenin Moreno.
    Unterdessen scheiterten linke Politiker, den Wikileaks-Gründer im Gefängnis zu besuchen.


    Ecuadors Präsident Lenín Moreno hat Wikileaks-Gründer Julian Assange vorgeworfen, in der Londoner Botschaft des Landes ein "Zentrum der Spionage" betrieben zu haben.
    "Mit der Erlaubnis der Behörden der Vorgängerregierung (in Ecuador) wurden Einrichtungen in der Botschaft zur Verfügung gestellt, um in Prozesse anderer Staaten einzugreifen", sagte Moreno der britischen Zeitung "The Guardian".

    Deutsche und spanische Abgeordnete versuchten unterdessen am Montag vergeblich, Assange im Gefängnis zu besuchen.
    Heike Hänsel und Sevim Dagdelen (beide Die Linke) hatten aber nur eine Besuchsgenehmigung für die Botschaft, wie eine Sprecherin der Partei in Berlin sagte.
    "Vom Gefängnis gab es keine Antwort."
    Auch die spanische Grünen-Europa-Abgeordnete Ana Miranda war nach London gereist.

    "Verhalten ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht"
    Das Verhalten der Regierung Ecuadors gegenüber Assange sei ein "eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht", hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung der drei Politiker.
    Sie sprachen von einer "Schmutz- und Verleumdungskampagne" gegen den 47-Jährigen.

    Der gebürtige Australier war am vergangenen Donnerstag von der britischen Polizei in der Botschaft festgenommen worden, nachdem Ecuador das politische Asyl aufgehoben hatte.
    Assange war vor fast sieben Jahren in die diplomatische Vertretung geflüchtet.

    Damals lag gegen ihn ein europäischer Haftbefehl wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden vor.
    Assange fürchtete, via Schweden in die USA ausgeliefert zu werden.
    Die Vorwürfe wies er stets zurück.
    Es mehren sich aber in Großbritannien die Stimmen, dass Assange sich in Schweden verantworten müsse.
    Dort hatte die Staatsanwaltschaft 2017 ihre Ermittlungen eingestellt.
    Die Anwältin einer Frau, die Assange beschuldigt, beantragte die Wiederaufnahme.

    Die USA werfen Assange Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vor, um ein Passwort eines Computernetzwerks der Regierung zu knacken.
    Manning hatte Wikileaks 2010 – damals noch als Bradley Manning – hunderttausende geheime Militärdokumente zukommen lassen.
    Es ging dabei unter anderem um Menschenrechtsverletzungen während der US-Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan.


    ************************************************** *****
    'Immer mehr Senioren verschwinden spurlos im Internet,weil sie
    aus Versehen die Tasten 'ALT' und 'ENTFERNEN' drücken.'

    ************************************************** *****

  6. #36
    Moderator Avatar von collombo
    Registriert seit
    16.07.14
    Beiträge
    45.652
    Bedankt
    342
    Danke erhalten: 2.597

    Wegen Assange? 40 Millionen Cyberangriffe auf Ecuador: Auch aus Deutschland !

    Die Angriffe erfolgten unter anderem auf Außenministerium, Präsidentenamt und Zentralbank.
    Grund offenbar: die Verhaftung des Wikileaks-Gründers Julian Assange.

    Ecuador ist nach der Festnahme von Wikileaks-Gründer Julian Assange nach Regierungsangaben Ziel von mehr als 40 Millionen Cyberattacken geworden.
    Die Angriffe auf Internetseiten öffentlicher Institutionen seien unter anderem aus Deutschland, den USA, Brasilien, den Niederlanden, Rumänien und aus Ecuador selbst gekommen, sagte der Vizeminister für Informationstechnologie und Kommunikation, Patricio Real.

    Betroffen waren den Angaben zufolge vor allem die Internetseiten von Außenministerium, Präsidentenamt, Zentralbank sowie einigen Ministerien und Universitäten.
    Informationen wurden demnach bei den Cyberangriffen nicht entwendet.

    Assange war am vergangenen Donnerstag nach sieben Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen worden.
    Die Regierung in Quito hatte zuvor das politische Asyl für den 47-jährigen Australier aufgehoben, der wegen der Veröffentlichung geheimer US-Dokumente vielen in den USA als Staatsfeind gilt.


    ************************************************** *****
    'Immer mehr Senioren verschwinden spurlos im Internet,weil sie
    aus Versehen die Tasten 'ALT' und 'ENTFERNEN' drücken.'

    ************************************************** *****

  7. #37
    Moderator Avatar von collombo
    Registriert seit
    16.07.14
    Beiträge
    45.652
    Bedankt
    342
    Danke erhalten: 2.597

    Urteil gegen Wikileaks-Gründer: Julian Assange muss fast ein Jahr lang in Haft !

    Seit 2012 hatte sich Assange seiner Verhaftung in London durch Flucht in die Botschaft Ecuadors entzogen.
    Nun bekommt er dafür ein knappes Jahr Haft aufgebrummt.
    Doch es könnte noch viel schlimmer kommen für Assange.


    Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, ist wegen Verstoßes gegen seine Kautionsauflagen in Großbritannien zu 50 Wochen Haft verurteilt worden.
    Das entschied das Southwark Crown Court in London am Mittwoch.

    Der gebürtige Australier war am 11. April von der britischen Polizei in der Botschaft Ecuadors in London festgenommen worden, nachdem das südamerikanische Land das politische Asyl aufgehoben hatte.
    Er war 2012 in die diplomatische Vertretung geflüchtet.
    Damals lag gegen ihn ein europäischer Haftbefehl wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden vor.

    USA werfen Assange Verschwörung vor
    Assange, der die Vorwürfe immer zurückwies, fürchtete, via Schweden in die USA ausgeliefert zu werden.
    Assanges Anwalt hatte vor Gericht argumentiert, der heute 47-Jährige habe sich den Behörden entziehen müssen, da ihn kein fairer Prozess erwarte und er an die USA ausgeliefert werden solle.

    Die USA werfen Assange Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vor, um ein Passwort eines Computernetzwerks der Regierung zu knacken.
    Manning hatte Wikileaks 2010 – damals noch als Bradley Manning – hunderttausende geheime Militärdokumente zukommen lassen.
    Es geht dabei um die US-Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan.
    In Schweden hatte die Staatsanwaltschaft im Mai 2017 ihre Ermittlungen eingestellt.
    Die Anwältin der Frau, die Assange beschuldigt, hat aber die Wiederaufnahme beantragt.

    Weiteres soll noch in Kürze kommen.


    ************************************************** *****
    'Immer mehr Senioren verschwinden spurlos im Internet,weil sie
    aus Versehen die Tasten 'ALT' und 'ENTFERNEN' drücken.'

    ************************************************** *****

  8. #38
    Moderator Avatar von collombo
    Registriert seit
    16.07.14
    Beiträge
    45.652
    Bedankt
    342
    Danke erhalten: 2.597

    LONDON: Wikileaks-Gründer Assange zu 50 Wochen Gefängnis verurteilt !

    ************************************************** *****
    'Immer mehr Senioren verschwinden spurlos im Internet,weil sie
    aus Versehen die Tasten 'ALT' und 'ENTFERNEN' drücken.'

    ************************************************** *****

  9. #39
    Moderator Avatar von collombo
    Registriert seit
    16.07.14
    Beiträge
    45.652
    Bedankt
    342
    Danke erhalten: 2.597

    Assange rebelliert weiter gegen Auslieferung !

    Während einer gerichtlichen Anhörung betont Julian Assange erneut, dass er eine Auslieferung an die USA nicht hinnehmen werde.
    Der Grund liegt für ihn auf der Hand: seine Arbeit, die "viele Preise erhalten und viele Menschen geschützt" habe.

    Wikileaks-Gründer Julian Assange hat bei einer gerichtlichen Anhörung zu seiner möglichen Auslieferung an die USA seinen Widerstand gegen eine Überstellung bekräftigt.
    "Ich will mich nicht der Auslieferung ergeben, nur weil ich Journalismus betrieben habe, der viele Preise erhalten und viele Menschen geschützt hat", sagte der per Video aus dem Gefängnis zugeschaltete Australier Assange in der Anhörung vor dem Westminster Magistrate Court in London.

    Unterstützer des Wikileaks-Gründers protestierten vor dem Gericht und blockierten zeitweise den Verkehr.
    In der Schweiz forderten Juristen und andere Unterstützer ein Schweizer Asyl für Assange.
    In ihrem Appell schrieben sie, Assange habe Kriegsverbrechen aufgedeckt und könne in den USA keinen fairen Prozess erwarten: "Seine Verhaftung verletzt nicht nur die Pressefreiheit, sondern stellt angesichts der drohenden Sanktionen, Folter und Todesstrafe die faktische Wiedereinführung der Zensur dar."


    LIVE: London – Vor der Botschaft Ecuadors nach Anhörung zu Assange-Fall !



    Die Vereinigten Staaten wollen Assange wegen seiner Rolle bei der Veröffentlichung von hunderttausenden geheimen Regierungsdokumenten den Prozess machen.
    Während der erste Anhörung zum Auslieferungsgesuch der USA demonstrierten Anhänger des Wikileaks-Gründers vor dem Gerichtsgebäude.
    Die zweite Anhörung setzte das Gericht für den 30. Mai an.

    Am Mittwoch war Assange in London zu 50 Wochen Gefängnis verurteilt worden.
    Nach Auffassung der Richter hatte er mit seiner Flucht vor sieben Jahren in die Botschaft Ecuadors gegen die Auflagen seiner Kaution verstoßen und sich der britischen Justiz entzogen.

    Angeklagt wegen "Verschwörung"
    Der Wikileaks-Gründer war 2012 in die Botschaft Ecuadors in London geflohen, weil er eine Auslieferung an Schweden und von dort weiter in die USA befürchtete.
    Zu diesem Zeitpunkt sollte er nach Schweden ausgeliefert und dort wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung und sexuellen Gewalt vor Gericht gebracht werden.

    Anfang April war Assange schließlich in der Botschaft verhaftet worden.
    Rechtsexperten gehen davon aus, dass der Fall über Jahre vor britischen Gerichten verhandelt werden und letztlich vor den Europäischen Gerichtshof gehen könnte.
    Assanges Anwältin hat bereits angekündigt, dass ihr Mandant das Auslieferungsgesuch "anfechten und bekämpfen" will.

    In den USA ist der Australier wegen der von Wikileaks veröffentlichten US-Dokumente wegen "Verschwörung" angeklagt und könnte bei einem Schuldspruch für fünf Jahre ins Gefängnis geschickt werden.
    Die 2010 veröffentlichten Dokumente enthielten hochbrisante Informationen über die US-Einsätze im Irak und in Afghanistan sowie über die Tötung von Zivilisten und die Misshandlung von Gefangenen.


    ************************************************** *****
    'Immer mehr Senioren verschwinden spurlos im Internet,weil sie
    aus Versehen die Tasten 'ALT' und 'ENTFERNEN' drücken.'

    ************************************************** *****

  10. #40
    Moderator Avatar von collombo
    Registriert seit
    16.07.14
    Beiträge
    45.652
    Bedankt
    342
    Danke erhalten: 2.597

    Anhörung in London: „Hände weg von Assange“ !


    ************************************************** *****
    'Immer mehr Senioren verschwinden spurlos im Internet,weil sie
    aus Versehen die Tasten 'ALT' und 'ENTFERNEN' drücken.'

    ************************************************** *****

Seite 4 von 5 ErsteErste ... 2345 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •