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Thema: [Calibre] Online Zugriff auf die Datenbank

  1. #1
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    [Calibre] Online Zugriff auf die Datenbank

    Per Webserver Zugriff auf die Datenbank

    In diesem Tutorial will ich Dich vertraut machen damit, wie Du möglichst einfach von jedem Webbrowser oder von Deinem Ebook-Reader aus, auf Deine Calibredatenbank zugreifen und Medien herunterladen kannst. Dazu zeige und erkläre ich Dir die Funktionen des Calibre-Webservers. Im zweiten Teil möchte ich Dir eine Alternative zum Webserver von Calibre vorstellen - BicBucStriim. Eine 3rdParty-Webanwendung welche unabhängig von Deinem Calibre funktioniert, aber dessen Datenbank nutzt um die Inhalte online zur Verfügung zu stellen.

    Benötigte Zeit: 5-15 Minuten
    Benötigte Hilfsmittel: Calibre 2.2, Command-Shell, Browser, Webserver
    Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten

    1. Der Calibre-Server

    Der Calibre-Server bietet eine sehr einfach und komfortable Möglichkeit Deine Bibliothek online zur Verfügung zu stellen. Dabei bietet der Calibre-Server Dir die folgenden Möglichkeiten:

    • Zugriff auf die Calibre-Bibliothek per HTML und OPDS
    • Liste der neuesten Titel.
    • Auswahl eines zufälligen Buchs.
    • Sortieren, Suchen, Filtern nach Buchtitel, Autor, Schlagwort oder Serie.
    • Detailanzeigen für die einzelnen Buchtitel, mit Möglichkeiten zum Herunterladen der verschiedenen Buchformate.
    • Mehrsprachig (Deutsch, Englisch, Französisch, etc.)
    • Optional: Passwortschutz

    1.1 Starten des Servers

    Du kannst den Server sehr einfach über die GUI starten und auch konfigurieren. Für die gelegentliche Anwendung reicht das schon aus.


    An dieser Stelle muß ich den Macher von Calibre loben. Allein einmal klicken reicht hier aus um auch für den unbedarften Anwender die Möglichkeit zu schaffen online auf die Calibre-Bibliothek zuzugreifen. Dabei werden die Standard-Einstellungen verwendet und die gesamte Bibliothek veröffentlicht. Das ist zwar nicht immer otptimal, aber hilft vielen schon mal weiter.

    Um den Server im Detail zu konfigurieren kannst Du in den Einstellungen von Calibre die Seite Servereinstellungen aufrufen.


    Hier kannst Du sehr übersichtlich alle Standardeinstellungen für den Calibre-Server vornehmen:


    Möchtest Du eine sehr große Bibliothek zur Verfügugn stellen, so ist es oft hilfreich diese in mehrere Bibliotheken aufzuspalten, oder in virtuellen Bibliotheken getrennt darzustellen. Dadurch lassen sich einfach z.B. Sachbücher von Belletristik trennen und die einzelnen Bibliotheken werden eitwas kleiner und einfacher zu handhaben. In der GUI kannst Du zwar die Standardeinstellungen setzen, aber nur eine Instanz des Servers starten.

    1.1.1 Starten über Kommandozeile

    Willst Du nun also mehrere Instanzen haben, gilt es die Optionen zu nutzen, welche die Kommandozeile bietet. Du kannst mehrere Instanzen des Server gleichzeitig laufen lassen, indem Du mehrere Kommandozeilen öffnest und dort den Server startest, die Befehle in eine Batch-Datei schreibst oder Du benutzt die Optionen der Kommandozeile zum Starten mehrerer Instanzen als Dienst. Wie das unter Windows geht, kannst Du hier nachlesen .

    HINWEIS - Bei mehreren Instanzen mußt Du jeder Instanz einen anderen Port zuweisen.
    Hier ein kurzer Überblick zu den Möglichkeiten der Kommandozeile. Ich beschränke mich dabei auf die wichtigsten Optionen.

    Syntax
    Code:
    calibre-server -option1 -option2 -option...x "<absoluter Pfad>"
    --auto-reload
    Führt einen automatischen reload durch wenn sich die Quelldateien ändern. Sollte immer benutzte werden wenn der Server dauerhaft laufen soll.

    --daemonize
    Auf Linux läßt Du damit den Server als Dämon im Hintergrund laufen. Unter Windows geht das nicht. Wie Du unter Windows den Server als Dienst im Hintergrund laufen lassen kannst, erfährst du in diesem .

    --develop
    Schaltet den Cache des Webservers ab. Hilfreich wenn man die Oberfläche des Servers selbst individualisieren möchte.

    --password <passwort>
    Setzt ein Passwort für den Zugang.

    --port, -p <port>
    Setzt den TCP-Port auf dem der Server wartet.

    --restriction <virtuelle bibliothek/schlagwort>
    Damit kannst Du den Zugang innerhalb einer Bibliothek beschränken. Möglich ist die Beschränkung auf eine virtuelle Bibliothek oder auf ein Schlagwort.
    Z.B. "--restriction Kochbuch" würde alle Bücher liefern, die in der virtuellen Bibliothek Kochbuch sind oder das Schlagwort Kochbuch haben.

    --username <benutzername>
    Setzt Benutzernamen für Zugangsbeschränkung.

    --with-library <absoluter pfad>
    Auswahl der Calibrebibliothek. Nach der Option folgt der Pfad zur Calibrebibliothek.
    Wenn eine Option nicht über die Kommandozeile gesetzt wurde greift der Server auf die Standardeinstellung zurück. Die Standardeinstellungen werden über die GUI gesetzt.

    Hier mal ein typisches Beispiel für dne Aufruf des Calibre-Servers (Port 1900 und Pfad zu gewählter Bibliothek):


    1.2 Aufrufen des Servers

    Der Aufruf des Servers erfolgt im Browser. Das geht mit jedem beliebigen Gerät, egal ob PC, Tablet oder Handy und egal welches Betriebssystem. In der Adresszeile des Browsers gibst du die IP-Adresse ein des Servers, gefolgt von dem Port. Bsp.

    192.168.1.100:8080

    Du kannst auch, wenn Dein Netz sauber konfiguriert ist, die Seite über den Servernahmen aufrufen. Bsp.

    DeinPc:8080

    1.3 Die Benutzeroberfläche

    Die Benutzeroberfläche bietet Dir die Möglichkeit vorgefertigte Abfragen auf Deine Calibredatenbank abzurufen, sowie durch Deine Bibliothek zu browsen. Das Design ist wohl nicht das schönste, aber sehr zweckmäßig, durchdacht und durchaus komfortabel. Für Mobileclients steht eine reduzierte Benutzeroberfläche zur Verfügung.


    Du kannst hier in einer detailierten Listenansicht durch Deine Bibliothek browsen und die Inhalte direkt herunterladen.


    1.4 Zugriff über OPDS

    Sehr viele Ebook-Reader erlauben den direkten Zugriff auf eine Online-Bibliothek via OPDS. Calibre stellt Dir deine Bücher auch auf diese Weise zur Verfügung und wenn Du über einen Redare verfügst der das beherrscht, kannst Du hier direkt Ebooks in deinen Reader übertragen.

    Eine Liste mit Software die OPDS unterstützt findest Du hier . Näheres dazu zeige ich Dir jetzt mal am Beispiel des Moon+ Reader.

    Die Einrichtung geht sehr unkompliziert. Unter Netzbibliotheken findest Du den Eintrag "Neuen Katalog hinzufügen". Einmal drauf drücken und die Eingabemaske öffnet sich. Du gibst genau wie im Browser Deine IP gefolgt von dem Port eine und hängst noch /opds an.


    Danach kannst Du auch schon direkt auf Deine Bibliothek zugreifen. Im Moon+ Reader sieht das ganze dann so aus:


    Wie Du siehst, hast Du Zugriff auf die komplette Struktur von Calibre. Selbstverständlich kannst Du auch hier direkt ein Buch aus der Liste wählen...


    und direkt in Deinen Reader per Download übertragen.


    Nach der Nutzung des Calibre-Servers im Browser und via OPDS in einem Reader, möchte ich dir nun eine Alternative zum Calibre-Server zeigen...

    2 BicBucStriim - Webanwendung für Calibre


    BicBucStriim ist eine alternative Webserveranwendung für Calibre. Die Anwendung ist in PHP geschrieben, greift direkt lesend auf die Calibrebibliothek zu und läuft auf jedem Webserver mit PHP. Der große Vorteil ist, es ist unabhängig von Calibre und kann somit zum Beispiel auch auf einer NAS installiert und betrieben werden. Du kannst also Deine Bibliothek auf einer NAS ablegen, diese mit Calibre von Deinem PC aus verwalten und mit BicBucStriim die Inhalte zum Download für deine Geräte anbieten, auch wenn Calibre oder der Calibre-Server nicht läuft. Dabei bietet dir BicBucStriim die folgenden Möglichkeiten:

    • Betrieb unabhängig von Calibre auf jedem PHP-Webserver
    • Zugriff auf die Calibre-Bibliothek per HTML und OPDS
    • Liste der neuesten Bücher auf der Startseite.
    • Sortieren, Suchen, Filtern nach Buchtitel, Autor, Schlagwort oder Serie.
    • Detailanzeigen für die einzelnen Buchtitel, mit Möglichkeiten zum Herunterladen der verschiedenen Buchformate.
    • E-Mailversand von Büchern an Kindle
    • Erneuern von Metadaten beim herunterladen (nur Epub).
    • Responsive Template (gleichermaßen geeignet für PC und Mobile)
    • Erfassung von Metadaten für Autoren (Bild und Link z.B. zu Wikipedia)
    • Mehrsprachig, Deutsch, Englisch, Französisch und Holländisch
    • Optional: Passwortschutz

    BicBucStriim ist kostenlos, wird regelmäßig aktualisiert und Du kannst es hier runterladen.

    1. Installation und Betrieb


    Die Installation und der Betrieb ist auf jedem Webserver möglich, einzige Vorraussetzungen sind Dateizugriff auf Eure Calibrebibliothek (evt. in PHP OpenBasiDir setzen), PHP 5.3.7+ und SQLite 3. Zur Installation einfach im Public Webverzeichnis des Webservers ein Verzeichnis erstellen und den Inhalt des heruntergeladenen ZIP-Pakets dort entpacken. Danach wird beim ersten Aufruf über den Browser die Admin-Oberfläche gestartet. Dort kannst Du Benutzer und Passwort verwalten, einige Einstellungen vornehmen und den Pfad zu Deiner Bibliothek angeben. Danach ist das ganze auch schon voll Einsatzbereit.

    1.1 Mehrere Instanzen

    Genau wie beim Calibre-Server besteht oftmals der Bedarf nach mehreren Instanzen für eben mehrere Datenbanken. Das läßt sich einfach erledigen indem Du mehrfach installierst in unterschiedliche Verzeichnisse udn diesen jeweils eine andere Bibliothek zuweißt.

    2. Zugriff über den Browser

    Einfach im Browser die Adresse des Webservers mit dem Zielverzeichnis aufrufen, z.B. "http://DeinServer/Calibre-Bibliothek". Um das ganze etwas anschaulicher zu machen, habe ich mal eine paar Screenshots mit den wichtigsten Funktionen angefertigt.


    Wie Du gut erkennen kannst, hast Du auch mit dieser Software vollen Webzugang zu Deiner Bibliothek.


    Besonders komfortabel ist dabei das aufgeräumte und helle Design. Die Übersicht ist sehr ansprechend gestaltet und es können verschiedene Formate zum Download angeboten werden.


    BicBucStriim setzt dabei auf eine mordernes responsive Template, heißt auf Mobile Geräten und auf Tablets sieht es immer noch genauso ansprechend aus.


    Die Suchfunktion funktioniert ausgesprochen gut. Leider gibt es noch keine Livesuche. Dafür gefällt mir sehr gut, etwas das ich beim Calibre-Server schon immer vermisse, dass man Informationen zum Autor hinterlegen kann. Du kannst also z.B. einen Link zu Wikipedia und auch ein Bild vom Autor hinterlegen, welches dann im Verzeichnis angezeigt wird.


    3. Zugriff über OPDS

    Das funkltioniert im Wesentlichen wie bei jedem anderen OPDS-Katalog. Du mußt keinen Zusatz anzuhängen, kannst als Quelle also direkt die Adresse deines Servers angeben z.B. "http://DeinServer/Calibre-Bibliothek".

    Danach funktioniert der Zugriff wie bei jeder anderen OPDS-Quelle auch.


    Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig neues näherbringen zum Thema. Falls Fragen bestehen oder Du Anregungen hast, freue ich mich auf Deinen Beitrag.
    Geändert von vvolf69 (10.09.14 um 18:15 Uhr)

  2. Folgende Benutzer haben sich bei vvolf69 für diesen Beitrag bedankt:

    Nightfairy (11.09.14)

  3. #2
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    Hmm .. soweit finde ich das alles sehr gut beschrieben, das kapier sogar ich, nur - schulligung, wenn das nicht hier her gehört, aber - wie ermögliche ich es denn jetzt jemandem, darauf von außen zuzugreifen? Bisher ist da ja nur beschrieben, wie man da einen lokalen Zugriff bekommt, oder überlese ich da was Entscheidendes?
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  4. #3
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    Zitat Zitat von Nightfairy
    Hmm .. soweit finde ich das alles sehr gut beschrieben, das kapier sogar ich, nur - schulligung, wenn das nicht hier her gehört, aber - wie ermögliche ich es denn jetzt jemandem, darauf von außen zuzugreifen? Bisher ist da ja nur beschrieben, wie man da einen lokalen Zugriff bekommt, oder überlese ich da was Entscheidendes?
    nein, du überliest nichts! :) die antwort auf deine frage ist nur nicht calibrespezifisch und daher nicht in diesem tutorial enthalten.

    wenn du dein calibre übers internet erreichen willst, mußt du grundlegend zwei dinge tun.

    a) du brauchst eine adresse die übers internet auch gefunden werden kann.
    b) du mußt den zugriff von außen auf deine bibliothek zulassen.

    für a) gibt es eine einfache lösung und die heißt dyndns und dergleichen. der service bedeutet du bekommst eine domain und dieser wird deine ip-adresse zugeordnet. da sich dein ip von seiten des providers öfter mal ändert geschieht das dynamisch, so bleibst du erreichbar.

    gute, deutsche und kostenfreie anbieter sind z.B.




    als dritter anbieter empfiehlt sich MyFritz! - ist nämlich in Fritz!Box integriert und ebenfalls kostenfrei - auch das konfigurieren ist da sehr einfach. benötigt aber eine Fritz!Box.

    für b) brauchst du einen router der a) unterstützt. auf dem router mußt du dann die firewall konfigurieren. heißt die ports die für calibre benötigt werden, oder alternativ für BicBum, müssen auf dem router freigegeben werden und mit einer weiterleitung versehen werden. dazu dann noch ein entsprechender kennwortschutz von calibre oder bicbum und einer nutzung übers internet steht nichts mehr im wege.

    für sicherheitsbewußte user empfiehlt es sich einen vpn-tunnel einzurichten und den zugriff nur darüber zu erlauben.

    hier gibt es ein tutorial dafür wie das mit einer Fritz!Box funktioniert.
    Geändert von vvolf69 (11.09.14 um 13:19 Uhr)

  5. Folgende Benutzer haben sich bei vvolf69 für diesen Beitrag bedankt:

    Nightfairy (11.09.14)

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